Project Categories: Bewilligte Projekte

E-Lastenräder für die Region

In dem Projekt geht es darum, umweltfreundliche verkehrstechnische Lösungen anzubieten. Durch die
Nutzung mehrerer E-Lastenräder soll der Autoverkehr in den Innenstädten verringert werden und die
Akzeptanz von alternativen Transportmitteln gesteigert werden. Durch das Verleihangebot können z.B.
Ausflüge mit Kindern auch ohne Auto gestaltet und durchgeführt werden. Als Transportmittel für sperriges
Gut, welches ohne Auto und mit einem normalen Fahrrad nicht möglich ist, kann mit einem Lastenrad evtl.
einfacher gelingen.
Das Projekt besteht aus verschiedenen Bausteinen:
1. Bewerbungssystem:
Jeder Bürger oder auch Vereine oder KiTa’s können sich für ein E-Lastenrad bewerben mit einer Begründung,
wie oft, wann und wofür das Lastenrad genutzt wird. Die Kommunen wählen dann über ein
Bewerbungssystem aus, wer eines der drei vorgesehenen E-Lastenräder je Kommune bekommt. Die
Lastenräder werden für 5 Jahre an den Bürger übergeben. Nach den 5 Jahren geht das E-Lastenrad in den
Besitz des Bürgers über. Das Bewerbungsverfahren läuft öffentlich. Die Bewerbungsphase geht über einen
bestimmten Zeitraum von ca. 6 Wochen (vorgeschlagener Zeitraum) und die erfolgreichen Bewerber werden
dann durch die Kommunen ausgewählt. Finanziert werden die E-Lastenräder mit 65% durch Lei.La, 25%
durch den Bürger und 10% durch die Kommunen.
2. Verleihsystem:
Die 2. Variante ist ein zusätzlicher Verleih der E-Lastenräder durch die Kommune oder in Zusammenarbeit
mit einem lokalen Fahrradgeschäft. Jeder Bürger kann das E-Lastenrad kostenfrei ausleihen. Hierfür sind zwei
Räder pro Kommune vorgesehen. Den Eigenanteil für diese beiden Räder tragen die Kommunen zu 100%.
Es sind insgesamt 20 E-Lastenräder geplant.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf 112.594 € (brutto). In einem Umlaufverfahren hat das PAG die Mittel hierfür beschlossen.

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„Hier bist du richtig“ – Base-L

In dem Projekt „Hier bist du richtig“ geht es darum, kleine und mittelständische Unternehmen bei der Akquise von Fachkräften zu unterstützen und gleichzeitig Schülerinnen und Schülern einen Ausbildungs- /Arbeitsplatz zu vermitteln.

Das Ziel von Base-L ist, dass jede Schülerin und jeder Schüler frühzeitig ein Berufsbild vor Augen hat und dieses auch nach dem Schulabschluss verwirklichen kann. Hierfür wurde in den vergangenen Jahren ein Konzept zur strukturierten Berufsorientierung in Zusammenarbeit mit der Schule ab Klasse 7 entworfen und eingeführt. Die Schülerinnen und Schüler werden durch ein persönliches Coaching bei der Erarbeitung ihres Berufsziels, der erfolgreichen Ausbildungsplatzsuche und dem Start in eine Ausbildung und ein Duales Studium unterstützt. Base-L arbeitet bereits mit 5 Schulen und 70 Unternehmen aus Nettetal und Umgebung zusammen.

In dem vorgestellten Projekt sollen die Personalkosten für eine 1 Stelle eines Unternehmenscoaches und ½ Stelle für einen weiteren Coach gefördert werden. Dieser weitere Coach bildet die Schnittstelle zwischen dem Unternehmenscoach und bereits vorhandenen „Schüler-Coaches“. Er vermittelt passgenau die Schüler zu den Unternehmen.

Das Projektauswahlgremium hat in seiner Sitzung am 20.11.2019 einen LEADER-Zuschuss von 115.926,33 €  Euro freigegeben.

Laufzeit: 01/2020 – 12/2021

Projektträger: Base-L Nettetal e.V.

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Haus Ingenray – Tagungs- und Begegnungsraum

Das denkmalgeschützte Haus Ingenray in Pont soll ein öffentlicher und kostenlos zugänglicher Zentralort für Pflege und Vermittlung niederrheinischer Geschichte, Kunst und Kultur werden. Zum Besitz der gemeinnützigen Stiftung zählt die mehrere tausend Stücke umfassende Sammlung von historischen und kulturellen Quellen sowie Kunstgegenständen zur Geschichte und zum Brauchtum der Niederrheinlande. Das Archiv zur Wirtschafts- und Unternehmensgeschichte Gelderns und seiner Umgebung beherbergt mehr als hundert Akten (ab den 1950er Jahren), die aus „erster Hand“ Auskunft über ökonomische und soziale Entwicklungen der LEADER-Region geben. Der seit dem 14. Jh. nachweisbare Rittersitz (Wohnfläche: 1.000 qm) erhält ein modernes Archiv, einen Ausstellungsbereich und einen Tagungs- und Veranstaltungsraum für 80 Personen. Auf dem 40.000 qm umfassenden Parkgelände wird mit Unterstützung des NABU Gelderland eine großzügige Streuobstwiese mit alten regionalen Obstbaumsorten angepflanzt. Dies und die landschaftliche reizvolle Anbindung an die von der Niers geprägten naturräumlichen Gegebenheiten besitzen hohes touristisches Potenzial, insbesondere mittels Einbeziehung in die „Agro-Route“ durch die Leader-Region. Ein abwechslungsreiches Veranstaltungsprogramm aus dem Bereich Kunst, Kultur und Bildung stellt ebenfalls einen wichtigen Bestandteil des Gesamtkonzeptes dar.

Das Gesamtvolumen des Projekts beträgt 1.550.000 Euro, welches durch verschiedene Fördergeber abgedeckt werden soll.

Das Projektauswahlgremium hat in seiner Sitzung am 20.11.2019 einen LEADER-Zuschuss von 42.952 Euro für den Umbau des  Tagungs- und Begegungsraums freigegeben.

Laufzeit: 2020 – 2023

Projektträger: Emilie und Hans Stratmans-Stiftung

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Informations- und Begegnungszentrum „Alte Schule Lüllingen“

Willi Kelders und Paul Lambert vom Naur- und Heimatverein Lüllingen e.V. präsentierten ihre Idee, die „Alte Schule“ in Lüllingen, welche zur Zeit von der Feuerwehr genutzt wird, zu einem Informations- und Begegnungszentrum umzubauen. Das Informations- und Begegnungszentrum soll die mehr als 200-jährige Geschichte der „Alten Schule“ (Einzugsbereich v.a. Kevelaer, Twisteden, Walbeck) und die besondere Prägung Lüllingens als erste Mustersiedlung des Gartenbaus (seit 1929) zeigen. Die „Alte Schule“ soll jedoch nicht nur als reines Museum fungieren, sondern auch ansässigen Gartenbaubetrieben als Seminarraum dienen. Dorfbewohner und Vereine sollen die Räumlichkeiten als Begegnungsort nutzen. Hierfür ist ein Umbau der vorhandenen Räumlichkeiten geplant. Durch die Sanierung sollen neue, größere Toilettenanlagen und eine öffentlich zugängliche Küche für zukünftige Besucher geschaffen werden. Ein Raum soll dazu genutzt werden, die Geschichte des Gartenbaus anhand eines multimedialen Konzeptes zu veranschaulichen. Hierfür ist eine interaktive Website geplant, die die Besucher über einen fest installierten Computer mit Touchscreen-Bildschirm selbst steuern können. Die Geschichte des Gartenbaus wird in Erzählungen, Bildern, Tonaufnahmen und Videos transmedial dargestellt.

Das Projektauswahlgremium hat in seiner Sitzung am 22.05.2019 einen LEADER-Zuschuss von 249.000 Euro freigegeben.

Laufzeit: 2020 – Ende 2021

Projektträger: Verein „Natur- und Heimaterein Lüllingen e.V.“

 

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AGRI-FUN – mit Herz und Hand dabei

Die LandFrauen Straelen gestalten auf dem Gebiet der Stadt Straelen eine ganzjährige interaktive Informationsradroute mit verschiedenen Thementouren und Bausteinen, die eine Vielzahl landwirtschaftlicher und gartenbaulicher Betriebe aus unterschiedlichen Betriebszweigen erlebbar macht. Hofläden, Hofcafés und die Gastronomie vor Ort werden mit einbezogen, um professionelle Betriebe und qualitativ hochwertige Produkte aus der Region zu präsentieren. Die Route lebt vom Erzeuger-Verbraucher-Dialog und persönlichen Begegnungen. Dazu gehören offene Hoftüren und ein professionelles, auf der Basis von Information, Erfahrung und Interaktion abgestimmtes Angebot für verschiedene Zielgruppen.

Das Projektauswahlgremium hat in seiner Sitzung am 13.02.2019 einen LEADER-Zuschuss von 66.657,50 Euro freigegeben.

Projektziele:
• Schaffung eines ganzjährigen, aktuellen und digitalen Informationsangebotes „Agrobusiness“
• Steigerung der Wertschätzung für die Arbeit der Menschen in den Familienbetrieben
• Landwirtschaft ein Gesicht geben
• Bewusstseinsbildung für regionale Produkte und Regionalvermarktung
• Vernetzung von Betrieben
• Bildung von „Wurzeln“/Identität als Mitglied der LEADER-Region
• Schaffung von Orten zum Austausch und zur persönlichen Begegnung
• Verstetigung des offenen, ehrlichen und authentischen Dialogs zwischen Produzenten und Verbrauchern
• Schaffung außerschulischer Lernorte für verschiedene Zielgruppen, insbesondere Heranwachsende
• Verbindung von Agrobusiness und Tourismus

Laufzeit: April 2019 – Dezember 2020

Projektträger:
Verein „Rheinischer Landfrauenverband e.V., Ortsverband Straelen“

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Skater - Peter Freitag - pixelio.de

Skatepark Kevelaer

Auf dem Gelände des Schulzentrums der Wallfahrtsstadt Kevelaer soll ein neuer Skatepark entstehen. Die Idee für eine neue Anlage kam von den Kindern und Jugendlichen selbst. Sie sahen großen Bedarf, da die bisherige Skateranlage kaum mehr nutzbar sei. Es soll eine neue Anlage in zentraler Lage entstehen. In zwei Workshops sollen die Anforderungen und Bedürfnisse der Skater an eine neue Anlage mit den Kindern und Jugendlichen selbst erarbeitet werden. Die Lage für die neue Skateranlage bietet eine bestehende Infrastruktur, da sich auf dem Schulgelände in Nähe zu einem Kleinspielfeld und einem Jugendzentrum befindet. Dazu gehören die Mensa (Betreiber SOS-Kinderdorf), der städtische Mittagstreff, das städtische Jugendheim Kompass, jeweils mit entsprechenden Sanitäranlagen sowie Schulen und Sportstätten. Sozialarbeiter des Jugendzentrums / Mittagstreffs können Skater und andere Nutzer begleiten, so dass die Inanspruchnahme auch durch jüngere Kinder und ältere Jugendliche, bis hin zu jungen Erwachsenen gegeben ist. Die Skateanlage soll durch die anliegenden Schulen im Rahmen von AG-Angeboten des Ganztags oder durch Aufnahme in den Lehrplan des Sportunterrichts genutzt werden.

Das Projektauswahlgremium hat in seiner Sitzung am 13.02.2019 einen LEADER-Zuschuss von 195.000 Euro freigegeben. Dieser freigegebene LEADER-Zuschuss wurde in der 13. Sitzung am 20.11.2019 auf 249.600 Euro erhöht.

Projektziele:
• Schaffung eines neuen Freizeitangebotes in der Region zur Steigerung der Lebensqualität und Vernetzung mit bestehenden Freizeiteinrichtungen, insbesondere Skateparks
• Schaffung eines Treffpunktes für Jugendliche
• Verbesserung der Aufenthaltsqualität mit Verweilmöglichkeiten – auch für Erwachsene, insbesondere Senioren
• Stärkung der Regionalen Identität, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen und Bindung an die Region
• Angebot kreativer Beteiligungsformen für Kinder und Jugendliche
• Aktivierung von Jugendlichen zur Umsetzung der Regionalen Entwicklungsstrategie

Laufzeit: Herbst 2019- Mitte 2020

Projektträger:
Wallfahrtsstadt Kevelaer

 

Foto: Peter Freitag – pixelio.de
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Artenreiche blühende Wiesen und Säume auf kommunalen Flächen

Auf insgesamt fünf Flächen in den vier Kommunen der LEADER-Region „Leistende Landschaft“ entwicklen sich inzwischen blütenreiche Wiese und zeigen zu jeder Jahreszeit ein anderes, faszinierendes Gesicht.

Was blüht denn da?

Die eingesäte „Lei.La“-Regio-Saatgutmischung besteht aus 26 Arten und wurde so zusammengestellt, dass die angelegten Wiesen und Säume zum Schutz und Erhalt regional typischer, blühender Wildkräuter beitragen. Davon profitieren zahlreiche Insektenarten. Viele von ihnen sind auf bestimmte Pflanzenarten angewiesen. Es ist daher nicht nur wichtig, dass etwas, sondern auch was genau blüht: Eine Vielfalt an Nektar- und Pollenangebot durch verschiedene Blütenformen und Blühzeiten ist entscheidend. Das Projekt trägt auf diese Weise zum Erhalt der Biodiversität bei.

Die Einsaat der Projektflächen beidseitig der Lobbericher Straße in Nettetal erfolgte im September 2019. Weitere Projektflächen in Straelen, Geldern und Kevelaer wurden im Herbst 2020 eingesät.

Durch gezielte Pflege der Flächen werden die biologische Vielfalt und damit die besondere Pflanzengesellschaft der Wiesen gefördert. Die Flächen werden maximal zweimal im Jahr, jeweils nach 15. Juni und nach 15. September gemäht. Das Mahdgut wird abgetragen, damit sich die Pflanzen gut entwickeln können und auf Mulchmahd wird verzichtet.

Information und Austausch
Für den Erfolg des Projektes ist eine gute Abstimmung mit den Anliegern der ausgewählten Flächen von besonderer Bedeutung. Verschiedene Bewirtschaftunsgformen in der Nachbarschaft der Flächen sowie die Verkehrssichertheit sind zu berücksichtigende Themen.

Auch die Öffentlichkeit wird auf die faszinierende Vielfalt der Wiesen aufmerksam gemacht. Aktuell sind Feldschilder in Vorbereitung, die in Kürze an den Flächen über das Projekt und einige Wiesenkräuter informieren.

Voraussichtlich im Frühjahr/Frühsommer 2021 wird es im Rahmen des Projektes eine Workshopveranstaltung mit regionalen Akteuren des Themenfeldes geben.

Wissenschaftliche Begleitung
Die Flächen werden zweimal im Projektverlauf von einer Expertin der Biologischen Station Krickenbecker Seen begutachtet. Auf diese Weise lässt sich der Erfolg der Maßnahme für alle beteiligten besser einordnen.

Ein enger Austausch besteht außerdem mit dem Team der NABU-Naturschutzstation Gelderland. Die Expertinnen und Experten hier haben an der Entwicklung der Saatgutmischung und bei der Erstellung der Feldschilder mitgewirkt.

Projektidee

Mit dem Projekt „Artenreiche Wiesen und Säume“ werden als kooperative Maßnahme exemplarisch auf einer Fläche von ca. 1.500 qm pro Kommune artenreiche Wegsäume und „Kindheitswiesen“ (Begriff LVR) auf kommunalen Flächen angelegt. Die Kommunen bilden eine Projektsteuerungsgruppe zum Erfahrungsaustausch und zur Vernetzung mit naturschutzfachlichen und landwirtschaftlichen Vertretern sowie weiteren ehrenamtlichen Akteuren, z.B. aus Heimatvereinen. Es werden eine Exkursion, eine öffentliche Fachveranstaltung und eine Mitarbeiterschulung durchgeführt. Die Kommunen identifizieren und qualifizieren geeignete Projektflächen in der freien Landschaft und verständigen sich auf eine mehrjährige niederrheinische Regio-Saatgutmischung sowie die Pflege der Projektflächen. Die Kommunen stellen die Ergebnisse zur Anlage und Pflege in einer Broschüre für Kommunen zusammen. Das Projekt soll fachlich begleitet und dokumentiert werden. Um die Akzeptanz in der Bevölkerung zu erhöhen, erfolgt eine kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit, z.B. durch Straßenbanner, Feldschilder, Roll-Ups.

Das Projektauswahlgremium hat in seiner Sitzung am 7.11.2018 einen LEADER-Zuschuss von 22.750 Euro freigegeben.

Projektziele:
• Erhalt und Verbesserung der biologischen Vielfalt in der Region
• Zusammenschau geeigneter kommunaler Flächen
• Verbesserung des (ökologischen) Grünflächenmanagements
• Vorbild- und Vorreiterfunktion der Kommunen
• Sensibilisierung der Bevölkerung, Landwirtschaft und Politik
• Verstärkte Ausrichtung der interkommunalen Zusammenarbeit mit dem Ziel des Schutzes und der nachhaltigen Nutzung biologischer Vielfalt in der Region
• Motivation/Gewinnung von Vertragslandwirten/-gärtnern für die Produktion von Saatgut auf eigenen Anbauflächen in Zusammenarbeit mit Saatgutherstellern
• Schaffung von Vernetzungskorridoren in den Kommunen und zwischen den Kommunen

Laufzeit: 2019-2020
Laufzeit verlängert bis 2022

Projektträger:
Verein „Leistende Landschaft e.V.“

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Unser Dorf ist stark durch Vielfalt

Das Projekt beinhaltet die Förderung von sogenannten Dorfintegrationsfachkräften in Teilzeit (3 Stellen, 50%), die die Integration von zugewanderten Arbeitsmigranten und Flüchtlingen und ihren Familien in mindestens fünf Ortschaften der LEADER-Region verantwortlich planen, organisieren und durchführen. Im Mittelpunkt des Projektes steht die Förderung von Netzwerken und Integrationsmaßnahmen zur Verbesserung der Bildungs- und Arbeitsmarktperspektiven (Informations- und Begleitangebote für Kitas und Schulen; Vermittlung interkultureller Kompetenz, Gründung von dörflichen Integrationsnetzwerken; Arbeitgeberberatung, Job- und Bildungspatenschaften, Kennenlernangebote in Sportvereinen, Freiwilligen Feuerwehren, etc. initiieren).

Hierzu werden die Dorfintegrationsfachkräfte mobile Sprechstunden in den Ortschaften anbieten. Die jeweils vorhandenen Dorftreffpunkte (z.B. Haus der Vereine, Pfarrbüros, Gemeindehaus etc.) sollen als mögliche Sprechstundenorte genutzt werden. Für die Projektzusammenarbeit sollen neben den kommunalen Verwaltungen, Landwirtschaftskammern, Gartenbauverbände, Ortsvorsteher, Sport- und Freizeitvereine sowie Kirchengemeinden, etc. gewonnen werden.

Vorgesehene Ortschaften als Modellstandorte für die gesamte LEADER-Region sind Straelen (Schwerpunkt Herongen) Geldern (Schwerpunkte in Walbeck und Hartefeld) und Kevelaer (Schwerpunkte in Twisteden und Winnekendonk).

 

Eindrücke aus der Praxis

 

Der vom Projektauswahlgremium freigegebene LEADER-Zuschuss beträgt 228.909,91 €.

Projektziele

  • Zusammenleben in den Dörfern gestalten
  • Alltagsintegration von Zugewanderten und ihren Familien
  • Verbesserung der Bildungs- und Arbeitsmarktperspektiven von Zugewanderten
  • Fachkräfte insbesondere in Grünen Berufen gewinnen und in der Region halten

Handlungsfelder

  • Zusammenleben und Soziale Prävention
  • Arbeiten, Fachkräfte, Agrobusiness

Laufzeit

2018 – 2021

Projektträger

Caritasverband Geldern-Kevelaer e.V.

Kontakt Dorfintegrationshilfen: https://www.caritas-geldern.de/beratung/integration-migration/dorfintegrationshilfen/dorfintegrationshilfen

Hier geht’s zum Projektflyer: Unser Dorf ist stark durch Vielfalt_Flyer (1)

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Steigerung der Biodiversitätsmaßnahmen auf landwirtschaftlichen Flächen

In der LEADER-Region wirtschaften insgesamt ca. 500 Landwirte mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von ca. 20.000 ha. Vor dem Hintergrund einer rückläufigen Entwicklung vieler in Nordrhein-Westfalen vorkommender Arten und einer Vielzahl an Förder- und Beratungsangeboten im Bereich Natur- und Artenschutz, ihres Zusammenspiels und Nutzens, wird in Form einer Projektstelle ein passgenaues Informations- und Beratungsangebot für Maßnahmen zur Biodiversitätsförderung auf landwirtschaftlichen Flächen entwickelt, das sowohl den betrieblichen als auch regionalen Gegebenheiten Rechnung trägt.

Mit dem Projekt soll ein kooperativer Ansatz der Zusammenarbeit zwischen allen am Natur- und Artenschutz beteiligten Institutionen und Akteuren sowie Landnutzern etabliert werden. Dazu werden Informationsveranstaltungen und Feldtage auf „Modellbetrieben“ in der Region durchgeführt. Durch die Förderung einer verbesserten Zusammenarbeit, Kommunikation und Information und die fachliche Begleitung von Betrieben soll der Umfang an Natur- und Artenschutzmaßnahmen nachhaltig und sichtbar (u.a. durch Feldschilder) erhöht werden.

Die Steigerung soll insbesondere im Bereich der Agrarumwelt- und Vertragsnaturschutzmaßnahmen erreicht werden. In Absprache mit den Akteuren sollen zudem innerhalb der Fördergebietskulisse Flächen für bestimmte Schwerpunktvorkommen einzelner Arten herauskristallisiert werden, auf denen gezielt für Maßnahmen für bestimmte Arten geworben wird. Insgesamt soll das Projekt dazu beitragen, eine größere strukturelle Vielfalt in der Region zu erreichen.

 

Eindrücke aus der Praxis

 

Der vom Projektauswahlgremium freigegebene LEADER-Zuschuss beträgt 162.500,00 €.

Projektziele

  • Förderung der Biodiversität und Erhalt der Artenvielfalt in der Region Lei.La
  • Erhöhung der Anzahl und Wirksamkeit der umgesetzten Biodiversitätsmaßnahmen auf landwirtschaftlichen Flächen
  • Vernetzung und Verbesserung der Zusammenarbeit und Kommunikation aller am Natur- und Artenschutz beteiligten Institutionen und Landnutzer in der Region Lei.La
  • Ausgleich zwischen Kulturlandschaft, Gesellschaft und den Interessen landwirtschaftlicher Betriebe
  • Darstellung der Leistungen der Landwirtschaft im Bereich Natur- und Artenschutz

Handlungsfelder

  • Arbeiten, Fachkräfte, Agrobusiness
  • Umwelt, Klima, Energie
  • Tourismus und Freizeit

Laufzeit

August 2018 – August 2021

 

Hier finden Sie den Projektflyer: Flyer Biodiversität

Projektträger

Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen

Kontakt Peter Gräßler:
Landwirtschaftskammer NRW
Hans-Tenhaeff-Str. 40/42
47638 Straelen
Tel. 0 28 34 / 70 41 24
Mobil 01 51 / 55 30 40 48
Fax 0 28 34 / 70 41 96 124
Email: peter.graessler@lwk.nrw.de

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Umweltbildung für alle – Inklusion inklusive

Kooperationsprojekt der LEADER-Regionen „Leistende Landschaft“ und „Niederrhein: natürlich lebendig!“

Das Projekt „Umweltbildung für alle – Inklusion inklusive“ beinhaltet die Förderung einer Personalstelle zum Auf- bzw. Ausbau eines Netzwerkes zum Erhalt alter Gemüsesorten und Küchenkräuter, der Durchführung von Naturerlebnis- und Umweltbildungsmaßnahmen im ehemaligen Klostergarten und in der Parkanlage St. Bernardin in Sonsbeck-Hamb und der regional wirksamen Etablierung des Geländes als Schaubauerngarten. Zur Netzwerkbildung und Verbreitung des Umweltbildungsangebotes werden Aktionen und Veranstaltungen außerhalb des Schaubauerngartens in Kooperationen mit regionalen Akteuren und Einrichtungen sowie Kooperationspartnern aus der Region „Niederrhein: natürlich lebendig!“ durchgeführt. St. Bernardin ist eine Wohnanlage für Menschen mit Behinderung in Trägerschaft der Caritas Wohn- und Werkstätten Niederrhein gGmbH (CWWN). Das Projekt soll als Kooperationsprojekt mit der benachbarten LEADER-Region „Niederrhein: Natürlich lebendig!“ (Alpen, Rheinberg, Sonsbeck und Xanten) umgesetzt werden. Weiterer Kooperationspartner ist die NABU-Kreisgruppe Wesel.

Das Programm knüpft an bestehende Kooperationen und Strukturen wie Schaubauerngarten, Streuobstwiese, alter Baumbestand, Streichelzoo, Bienenstand an. Ziel ist es, durch die Weiterentwicklung des Gartenkonzeptes traditionelle und lokale Obst- und Gemüsepflanzen sowie Kräuter zu erhalten und Kenntnisse über Pflege und Anbaumethoden zielgruppenspezifisch in der Region zu verbreiten. Themenschwerpunkte sind „Alte Gemüsesorten und Küchenkräuter“, „Gärten und Parks kreativ erleben und nutzen“ und „(Alte) Obstsorten in Gärten neu entdeckt“. Ein zentrales Anliegen des Projektes ist die Umsetzung von Inklusion im Bereich der Umweltbildung durch niederschwellige Angebote in der Konzeption im Sinne einer Begegnung und Zusammenarbeit von Menschen mit und ohne Behinderung. Einzelheiten zu den geplanten Naturerlebnis- und Umweltbildungsmaßnahmen und Kooperationen sind dem beigefügten Aktionsplan zu entnehmen.

Dazu gehören:

  • Auftakttreffen mit den Kooperationspartnern Auf-/Ausbau eines Netzwerkes zum Erhalt (alter) Obst- und Gemüsesorten und von Kräutern
  • Weiterentwicklung des Gartenkonzeptes
  • Führungen zu (alten) Gemüsesorten und Küchenkräutern
  • Lesungen im Garten / Park
  • Seminare zur Gestaltung mit Naturmaterialien
  • Workshops zu (Natur-)Fotografie
  • Pflanzentauschbörse

 

Eindrücke aus der Praxis

 

Der vom Projektauswahlgremium freigegebene LEADER-Zuschuss beträgt für die LEADER-Region Leistende Landschaft 49.597,15 Euro; der LEADER-Förderanteil insgesamt: 99.194,31 Euro.

In der 11. Sitzung am 22.05.2019 wurde eine Kostenerhöhung für das Projekt beschlossen.
Die zuwendungsfähigen Gesamtausgaben erhöhen sich um 15.057,64 € auf 143.992,81 Euro (brutto), der LEADER-Förderanteil beträgt 93.595,33 Euro (Brutto). Durch die Kooperation mit der LEADER-Region Niederrhein – natürlich lebendig entfällt der LEADER-Förderanteil je zur Hälfte auf die beiden Regionen. Der Förderanteil pro Region erhöht sich um 4.893,74 Euro auf 46.797,67 Euro.

In der 14. Sitzung des Projektauswahlgremiums am 26.02.2020 wurde die Verlängerung des Projektes bis Ende 2022 beschlossen. Die Fortführung des Projektes würde eine Etablierung des Schaubauerngartens und der Parkanlage St. Bernardin als Veranstaltungsort für Umweltbildung ermöglichen. Die zahlreichen angebahnten Kooperationen könnten vertieft und Veranstaltungsformate wie z. B. Kindergeburtstage vor allem unter dem Gesichtspunkt einer späteren finanziellen Tragfähigkeit ausgebaut werden. Die NABU Kreisgruppe Wesel begrüßt dies ebenso wie CWWN St. Bernardin. Zusätzlich sollen vermehrt auch die Veranstaltungen „in die Fläche getragen“ werden, also in den beteiligten Städten der Kreise Kleve und Wesel stattfinden.

Projektziel

Weiterentwicklung des Gartenkonzeptes zum Erhalt traditioneller und lokaler Obst- und Gemüsepflanzen sowie Kräuter und zielgruppenspezifische, regional wirksame Verbreitung von Kenntnissen über Pflege, Anbaumethoden und Zubereitung/Verwendung.

Handlungsfelder
  • Umwelt, Klima, Energie
Laufzeit

2018 – 2020

Projektträger

NABU-Naturschutzzentrum Gelderland als Einrichtung des NABU-Kreisverbands Kleve e.V.

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