Aufruf Kleinprojekte 2022

Neues Geld für kleine, aber feine Projektideen

Auch im Jahr 2022 nutzt unserer LEADER-Region aus dem “Sonderplan der Gemeinschaftsaufgabe für Agrar- und Küstenschutz” (GAK-Sonderplan) wieder spezielle Fördermittel für die Umsetzung von Kleinprojekten. Dieses „Regionalbudget” wird exklusiv in LEADER-Regionen in NRW angeboten und über die jeweiligen Regionalmanagements abgewickelt. Für die Träger der Kleinmaßnahmen bietet das “Regionalbudget” eine rasche, relativ unkomplizierte finanzielle Unterstützung.

Bereits im Jahr 2021 konnten auf diese Weise 19 großartige Projekte gefördert werden.
Eindrücke dieser Projekte gewinnen Sie hier.

Auch in diesem Jahr war die Nachfrage und der Beratungsbedarf groß. Über 50 Ideen wurden dem Regionalmanagement vorgestellt. 20 Anträge konnten nun durch das Projektauswahlgremium bewilligt werden und gehen ab sofort in die Umsetzung. Die zur Verfügung stehenden Mittel in Höhe von 200.000 € werden damit vollständig ausgeschöpft. Wieder ist es ein bunter Strauß an Ideen, die durch das Regionalbudget in unserer Region in die Tat umgesetzt werden können.

Gerne stellen wir Ihnen die bewilligten Projekt kurz vor. Im Laufe des Jahres folgt eine ausführlichere Berichterstattung.

Kleinprojekte in der Lei.La-Region 2022

  • „Raus dem Lockdown – Spiel und Spaß an jedem Ort“ – SV Walbeck – Angeschafft wird ein PKW-Anhänger ausgestattet mit Sport- und Bewegungsangeboten für jede Altersklasse. Der SV Walbeck und die beteiligten Projektpartner planen offene Sportangebote auf den jeweiligen Sportanlagen und darüberhinaus in Kindertagesstätten und Schulen. Konkret ist eine inklusive Ferienfreizeit mit Special Olympics NRW in Walbeck geplant.
  • „Moderner Einkauf“ – Heimat- und Förderverein Pont e.V. – Es entsteht eine Einkaufsmöglichkeit für saisonale, regionale und frische Produkte durch einen kühlbaren Lebensmittelautomaten neben dem Bäcker in Pont, zentral in der Dorfmitte. Lebensmittel des täglichen Bedarfs werden so für die Dorfbewohner wieder ohne Autonutzung verfügbar.
  • Touch-Tennisanlage in Kevelaer-Twisteden“ – TC Eintracht 1978 Twisteden e.V. – Gefördert wird der Bau eines eingezäunten, beleuchteten, ganzjährig bespielbarer Touchtennis-Courts. Dabei handelt es sich um ein Spielfeld, das kleiner ist als Standardtennis-Plätze. Die kürzere Distanz ermöglicht es besonders Anfängern, Kindern und Jugendlichen sowie Älteren das Tennisspielen als Ausgleichssport auszuüben. Der Platz dient der Ergänzung und Unterstützung der bereits von Vereinsseite geförderten Jugendarbeit, die auch in Zusammenarbeit mit der lokalen Grundschule umgesetzt wird.
  • Kulturanhänger“ – Kunstverein Gelderland e.V. – Gefördert wird die Anschaffung eines mobilen Bühnenanhängers zur Unterstützung von gemeinnützigen und ehrenamtlich tätigen Kunst- und Kulturschaffenden zur ortsunabhängigen Durchführung von kulturellen Angeboten angeschafft werden. Die Bühne soll mit geringem Personaleinsatz aufgebaut bzw. aufgeklappt werden. Durch die Einsparung von Veranstaltungskosten können auch kleinere experimentelle Formate und neue Konzepte ausprobiert werden.
  • „Digitaler Kirchenführer“ – Kirchbauverein Kevelaer (Antoniuskirche) – In der St. Antonius Kirche Kevelaer soll ein digitaler Informationspunkt als Kirchenführer zur Geschichte der Kirche und der Pfarrei sowie der vorhandenen Kunstwerke entstehen. Die katechetische Erklärung der Hauptelemente wie Altar, Tabernakel etc, sowie Informationen zu einzelnen Kunstwerke besonders jene von Gerresheim sollen enthalten sein.
  • „Liederhefte St. Martin“ – St. Martins Komitee Straelen – Das Martinskomitee entwirft und druckt Liederhefte mit den traditionellen Liedern des St. Martinszuges in einer Auflage von 2500 Stk. Diese werden jährlich als Leihgabe in Schulen und Kindergärten sowie im Vorfeld des Umzuges an interessierte Erwachsene ausgegeben.
  • „Wissen wo es herkommt“ – Familie Reummen, Geldern – Auf ihrem Hof bietet die Familie Reummen, neben pädagogischen Angeboten, seit letztem Jahr die Bewirtschaftung von Saisongärten für Bewohner der näheren Umgebung an. Um das Angebot für die Gartennutzer*innen abzurunden, soll eine Sitzecke und eine Kühlzelle für die geernteten Produkte angeschafft werden. Gleichzeitig soll die Ab-Hof-Vermarktung des eigenen Rindfleisches durch einen Tiefkühlautomaten intensiviert werden und somit für Gartennutzer*innen auch ganzjährig Grillgut zur Verfügung stehen.
  • „Lebendiges Dorf Kervenheim“ – Wir für Kervenheim e.V. – In Kervenheim fehlt ein Begegnungsraum. Um die dörflichen Veranstaltungen weiterhin möglich zu machen, werden Zelte und Pavillons sowie notwendige Ausstattung wie Stehtische und Kühlschränke angeschafft gefördert.
  • „Outdoor-Treffpunkt Alte Schule“ – Verein zur Förderung des Informations- und Begegnungszentrums „Alte Schule Lüllingen“- Der Außenbereich des Informations- und Begegnungszentrums „Alte Schule Lüllingen“ soll als Aufenthalts- und Begegnungsort gestaltet werden. Geplant sind diverse Sitzmöglichkeiten, eine Boulebahn, E-Bike-Ladestationen, Fahrradständer und eine Begrünung der Anlage.
  • „Was Häuser erzählen“ – Bürgerverein „Kapellen an der Fleuth“ e.V. – Die Historie von prägenden Gebäuden des Ortes soll sichtbar gemacht und das Interesse an der Dorfgeschichte geweckt werden. An 25 Häusern werden Acrylglastafeln mit Informationen zur früheren Nutzung angebracht. Das soll auch zum Austausch zwischen den Generationen und mit neu Zugezogenen beitragen.
  • „Gläserner Kuhstall“ – Familie Tobrock – Ein „Besucherweg“ entlang der großen Fenster des Kuhstalls soll einen Einblick in die moderne Landwirtschaft mit den neu erbauten Melkrobotern für Familien, Touristen und Einheimische ermöglichen. Gleichzeitig soll im Rahmen des „Lernortes Bauernhof“ in der angrenzenden Wiese ein „Schmetterlingsgarten“ mit Schutzhütte und Sitzmöglichkeiten entstehen. Dieser Ort soll auch als Nachbarschaftstreffpunkt dienen.
  • „Hühner erleben“ – Familie Böttcher – Der Bauernladen der Familie Böttcher zwischen Geldern und Pont bietet neben einem Eierverkaufsautomaten weitere regionale Produkte an. Die Erfahrung zeigt, dass sich Familien gerne rund um die Hühnermobile aufhalten. Daher sollen zur Beobachtung der Hühner Sitzmöglichkeiten geschaffen und ein Futterautomat aufgestellt werden. In der naheliegenden Blühwiese soll ein Insektenhotel aufgestellt werden. Informationstafeln sollen weitere Einblicke liefern.
  • digital push – Bürgerzentrum Kapellen“ – Bürgerstiftung Kapellen – Die Bürgerstiftung hat den bisherigen Bürgersaal und den bisherigen Drei-Kronen-Hof als gemeinnütziger Träger übernommen. Um die Räume für zukünftige Nutzungen auf den aktuellen Stand der Technik zu bringen, sind Anschaffungen zur Digitalisierung – Ausbau von LAN- und WLAN-Netzen, geplant.
  • „Aufenthaltspunkt mit Wasserspender“ – Haus Bey GmbH & Co. KG – Geplant ist die Aufenthaltsqualität an der Golfanlage Haus Bey am ersten Abschlag zu erhöhen. Es sollen 5 Bänke und eine Trinkwasserbrunnen installiert werden. Der Brunnen ermöglicht die Befüllung von Flaschen und dient als Trinkbrunnen für Menschen und Hunde. Das Angebot richtet sich an Spaziergänger und Golfer gleichermaßen, ein öffentlicher Wanderweg führt an dieser Stelle vorbei. Spaziergänger sind eingeladen den Golfsport zu erleben, Barrieren und Missverständnisse sollen abgebaut werden. An dieser Stelle gibt es bereits einen Bienenschaukasten und eine Blumenwiese.
  • „Heiligenhäuschen mit überdachter Sitzmöglichkeit“ – Nachbarschaft Nerponter Weg/privat – Es soll ein Heiligenhäuschen zu Ehren des Judas Thaddäus mit einer überdachten Sitzmöglichkeit errichtet werden. Die Bank soll Radfahrern und Wanderern zur Erholung und zum Unterstand bei schlechtem Wetter dienen. Gleichzeitig soll der Ort ein Anlaufpunkt für die Nachbarschaft bieten.
  • „Kneipp-Routen“ – Kneipp-Verein Gelderland e.V. – Es sind drei Themen-Radrouten unterschiedlicher Länge geplant. Diese Routen sollen die Kneipp-Anlagen in Kevelaer und Geldern unter Verwendung des Knotenpunktsystems verbinden. Die Routen sollen ausgeschildert und ein Flyer gestaltet werden.
  • „Tische für den WirsinG-Treff“ – WirsinG e.V. – Der gemeinnützige Verein WirsindG e.V. bietet Aktivitäten und in der Straße Issumer Tor 47 auch einen Treffpunkt für Senioren mit regelmäßigen Angeboten. Im Rahmen des Projektes soll die Ausstattung und Nutzbarkeit des Raumes mit flexibel kombinierbaren, höhenverstellbaren Tischen verbessert werden.
  • „Touristische Beschilderung“ – Wallfahrtsstadt Kevelaer – Es soll eine Fußwegweisung mit Piktogrammen für Gäste, Pilger und Bürger:innen auf sicheren sehenswerten und möglichst barrierearmen Wegen zu markanten Orten der Stadt sowie eine Wegweisung in Notsituationen angebracht werden.
  • „Waldliegen“ – SV Blau Weiß Auwel-Holt 1946 e.V. – Auf dem öffentlich zugänglichen Teil der Sportanlage des SV Auwel-Holt sollen vier drehbare Waldliegen errichtet werden. Diese sollen die Aufenthaltsqualität für Spaziergänger und Besucher:innen der Anlage erhöhen.

Zu Beginn des Jahres waren Vereine, Einrichtungen und Einzelpersonen aufgerufen bis zum 6. März 2022 Förderanträge für Kleinprojekte bis 20.000 Euro Gesamtkosten beim Regionalmanagement der LEADER-Region „Leistende Landschaft e.V.“ einzureichen. Unterstützt werden Maßnahmen und Anschaffungen mit einem Fördersatz von max. 80%, die die LEADER-Ziele verfolgen: die Region als Lebens-, Arbeits-, Erholungs- und Naturraum sichern und weiterentwickeln. Gegenstand der Förderung können zum Beispiel Infrastrukturmaßnahmen, wie z.B. Bänke, Sitzgruppen, Hinweistafeln sein, aber auch Ausstattungen für Spiel- oder Mehrgenerationenplätze sowie Museen oder Dorfgemeinschaftshäuser sind denkbar.

Interessierte waren im Vorfeld der Einreichungsfrist eingeladen Kontakt mit dem Regionalmanagement aufzunehmen und sich zur Förderfähigkeit und Umsetzbarkeit eigener Ideen beraten zu lassen. Auch einen digitalen Beratungstermin durch das Regionalmanagement gab es im Februar. Zahlreiche Interessierte nutzten diese Möglichkeit sowie die Möglichkeit zur persönlichen Beratung.

Die Projektberatung für die eingereichten Anträge erfolgte dann durch das Projektauswahlgremium der LEADER-Region Leistende Landschaft e.V. am 06. April 2022 anhand objektiver Auswahlkriterien. Anhand dieser Auswahl und des zur Verfügung stehenden Budgets wurde dann am 18. Mai im Projektauswahlgremium entschieden, welche Projektideen für das Jahr 2022 eine Förderzusage erhalten. Umgesetzt werden können die bewilligten Projekte nun bis November 2022.

Weiter unten im Downloadbereich finden Sie auch weiterhin alles Wissenswerte rund um die Kleinprojekte sowie verschiedene Formulare, die für eine Beantragung des Regionalbudgets nötig waren.
In diesem Jahr ist das Projektbudget durch die bewilligten 20 Kleinprojekte vollständig ausgeschöpft.
Das Land NRW plant die Förderung von Kleinprojekten über das Regionalbudget jedoch auch für 2023 anzubieten. Die Ausschreibung erfolgt voraussichtlich im ersten Quartel 2023. Interessierte können sich schon jetzt mit Fragen an das Regionalmanagement wenden. Die Informationen im Downloadbereich dienen aktuell lediglich als Orientierung und sind noch keine verbindliche Grundlage für 2023.

Wichtige Informationen zur Förderung von Kleinprojekten aus dem „Regionalbudget“

  • Kleinprojekte dürfen ein Gesamtvolumen von 20.000 €  nicht überschreiten
  • der Fördersatz beträgt bis zu 80 % (also max. 16.000 € pro Maßnahme) – die restlichen 20 % muss der Antragsteller als Eigenmittel aufbringen; ein geringerer Fördersatz kann im Einzelfall bestimmt werden.
  • Für die Förderung gilt das Erstattungsprinzip. Bewilligte Maßnahmen müssen also durch den Projektträger zunächst vorfinanziert werden.
  • gefördert werden bevorzugt investive und schnell umsetzbare Maßnahmen
  • mit dem Antrag werden gewisse verbindliche Anhänge (z.B. Angebote für die beantragten Leistungen, die sog. Kostenplausibilisierung) sowie ggf. verschiedene ergänzende Dokumente nötig (z.B. Nutzungs- und Gestattungsverträge für die Flächen, auf denen die Maßnahme stattfinden soll); Hinweise dazu finden Sie in den Informationsblättern unten
  • für einen Zeitraum von bis zu 12 Jahren muss eine Instandhaltung geförderter Gegenstände gewährleistet sein (Bindungsfrist)
  • Kleinprojekte müssen innerhalb des bewilligten Kalenderjahres bis spätestens  Mitte November umgesetzt und mit dem Regionalmanagement abgerechnet werden

Hier finden Sie alle relevanten Informationen und Dokumente zum Download:

  • den Förderantrag, den Sie an das Regionalmanagement richten; ggf. sind weitere individuelle Anhänge nötig
    (Falls das Formular für Sie nicht funktioniert, melden Sie sich bitte bei uns, dann senden wir Ihnen eine alternative Datei zu)
  • einen Informationsüberblick, der das Antrags- und Auswahlverfahren der Kleinprojekte erläutert und eine Checkliste der mit dem Förderantrag einzureichenden Unterlagen beinhaltet
  • ein Formular für Ihren Kosten- und Finanzplan zum Projekt (muss mit dem Förderantrag eingereicht werden)
  • eine Vorlage für einen Nutzungs- und Gestattungsvertrag, falls Ihr Projekt auf fremdem Grund und Boden umgesetzt werden soll
  •  die offizielle Richtlinie zum Förderprogramm aus dem MUNLV NRW