Kategorie: Allgemein

Artenreiche Wiesen und Säume – Mahd für mehr Artenvielfalt

Flächen ökologisch aufwerten und die regionale Artenvielfalt erhalten, das ist ein zentrales Ziel des LEADER-Projektes „Artenreiche Wiesen und Säume“ der LEADER-Region Leistende Landschaft e.V. (Lei.La). Auf insgesamt rund 6000 qm wurden im Herbst 2019 (Nettetal) und im Herbst 2020 (Straelen, Geldern, Kevelaer) kommunale Flächen mit der speziell zusammengestellten „Lei.La“-Samenmischung eingesät. Die Regio-Mischung aus ein- und mehrjährigen blühenden Wildkräutern wurde mit dem Fokus auf regionale Arten zusammengestellt. Die auf Dauer angelegten Flächen können bei entsprechender Pflege perspektivisch zu einer botanischen Reserve für wertvolle regionale Wildkräuter werden. Die Betreuung der Projekt-Flächen erfolgt durch das LEADER-Regionalmanagement in enger Abstimmung und in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Kommunen. Wissenschaftlich wird das Projekt von der Biologischen Station Krickenbecker Seen begleitet.

Es nicht unbedingt wichtig das eine Wiese möglichst bunt blüht, es ist auch wichtig was auf einer Wiese blüht. Spezialisierte Insekten sind auf bestimmte regionaltypische Arten angewiesen. Die Lei.La-Mischung kann bei der Bewertung von Saatgutmischungen eine Orientierung bieten.

Anne van Rennings, Regionalmanagerin

Jetzt wurden die Lei.La-Flächen gemäht, das Mahdgut wird abgetragen. „Die Mahd zu einem Zeitpunkt, zu dem zahlreiche Pflanzen in der Blüte stehen, scheint für Passanten und Anlieger vielleicht verwunderlich bis verstörend,“ befürchtet Regionalmanagerin Anne van Rennings, doch Sie versichert: „Die fachgerechte Mahd jetzt, nach dem 15. Juni, ist von großer Bedeutung für den Artenreichtum unserer Wiesen und Säume, gerade mehrjährige Wildkräuter können sich auf diese Weise überhaupt erst entwickeln und etablieren.“

Die Fläche in Kevelaer am Ploodyck ist ein breiter Ackerrandstreifen.

Diese Art der Pflege fällt auf und aus dem Rahmen, denn aktuell ist es vielfach noch Routine, dass Ackerrandstreifen, Banketten und andere kommunale Grünflächen gemulcht werden. Dabei wird der Bewuchs ab- und kleingeschlagen und verbleibt auf der Fläche. Für Artenreichtum und Insekten ist diese verbreitete Art der Pflege ein großes Problem, denn viele Pflegeschnitte sowie der Verbleib des Mahdgutes auf den Flächen begünstigen konkurrenzstarke Pflanzen wie Disteln, Brennnessel und bestimmte Gräser. Resultat ist eine Reduzierung der Artenvielfalt. Ziel des Projektes ist daher in der Fläche eine Mahdroutine zu etablieren, die der besonderen Pflanzengesellschaft einer Wiese zuträglich ist und gleichzeitig auch Insekten und andere Tiere schützt. „Wir haben sehr gute Erfahrungen mit unseren zweischürigen Wiesen auf zahlreichen unserer kommunalen Flächen,“ berichtet zum Beispiel Heike Meinert vom Betriebsbereich Stadtgrün in Nettetal. „Sobald Flächen nicht betreten werden müssen, starten wir gezielt eine solche Extensivierung, das gilt unter anderem für Bereiche auf Spielplätzen, für Baulücken und Randstreifen.“ BesucherInnen werden den Effekt bei einem Spaziergang durch Nettetal und den Landschaftspark sicher bestätigen können. Die Kommune Nettetal erhielt dafür im Jahr 2020 vom Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ das Label „StadtGrün naturnah“ in silber. Die große Herausforderung für die kommunalen Betriebshöfe und Grünflächenämter besteht darin erfolgreiche Wege für eine ökologische Aufwertung von Flächen zu finden, die Verkehrssicherheitsaspekte, Kosten und Betriebsabläufe sowie die verschiedenen Nutzungsarten in der Nachbarschaft von Flächen mitberücksichtigen. In allen Lei.La-Kommunen wird an diesem Thema gearbeitet. „Für einen dauerhaften Erfolg solcher Maßnahmen ist auch der Austausch und die Abstimmung mit den Anliegern von besonderer Bedeutung,“ beschreibt die Regionalmanagerin eine wichtige Erfahrung aus den Kommunen, denn eine Änderung in der Pflege und deren Ziele müssen natürlich erklärt werden.

Die Arbeit lohnt sich: Die Wiese ist ein faszinierendes Ökosystem, welches in der Landschaft kaum noch zu finden ist. Die Gründe dafür sind vielfältig und reichen von fortschreitenden Flächenversiegelungen jeder Art über die Veränderungen in der Grünlandnutzung und veränderte technische Möglichkeiten in der Pflege. „Um die großartige Vielfalt an Insekten, Vögeln und Pflanzen vor unserer Haustür erhalten zu helfen, gilt es alle verbleibenden Flächen ökologisch sinnvoll zu pflegen und gezielt aufzuwerten. Das Projekt Artenreiche Wiesen und Säume soll hierfür Erfahrungen liefern,“ erklärt Projektleiterin Anne van Rennings. Ökologische Aufwertung durch Einsaat bestimmter Arten, die Reduktion der Pflegemaßnahmen auf ein- bis zweimal jährliches Mähen statt mulchen und der Abtrag des Mahdguts sind wichtige Instrumente zur Förderung der Artenvielfalt. Daneben ist auch die Aktivierung der gezielten Suche nach möglichen Flächen ein Thema des Projektes. Die Regionalmanagerin freut sich, dass in den vier LEADER-Kommunen Kevelaer, Geldern, Straelen und Nettetal auch über die Projektflächen hinaus inzwischen sehr viel für Biodiversität getan wird und auch immer mehr Bürger*innen die Zeichen der Zeit erkennen. Ein fachlicher Austausch dazu mit externen Experten und auch der weitere Wissenstransfer untereinander ist im Rahmen des LEADER-Projektes geplant. Denn alle Beteiligten sind sich einig: Es gibt noch viel Potential und damit große Chancen für den Arten- und auch den Klimaschutz.

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fahrART-Skulptur „Climax“ wurde von Studierenden installiert

Ein Objekt der „fahrART“ wurde im Rahmen eines studentischen Wettbewerbs entwickelt, der von Wilko Austermann (Projektleitung „fahrART“) in Kooperation mit Rainer Niersmann vom Tourismus- und Kulturbüro Geldern gemeinsam mit der Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur ausgerufen wurde. Unter den insgesamt 18 Einreichungen der Mitstudierenden setzte sich Lena Schröder mit ihrem Entwurf „Climax“ durch. Jetzt konnte sie gemeinsam mit ihrem Projektteam unter Leitung von Professorin Vera Lossau und Diplom-Ingenieur Jörg-Uwe Korth die Skulptur an ihrem Bestimmungsort installalieren. „Climax“ – ein 3,5 Meter hoher Baldachin, bestehend aus 3500 Katzenaugen und 19 alten Fahrrahmen, ist ab sofort am Waldfreibad Walbeck als eins von 17 Kunstwerken der Kunst-Radroute „fahrART“ (im Aufbau) zu bestaunen.
Weitere Informationen zum Studierenden-Projekt gibt es z.B. im Pressebericht der Rheinischen Post.

Alle Entwürfe und Modelle des Wettbewerbes können ab sofort bei der Ausstellung „Vrije rijd – Freie Fahrt“ im Gelderner Rathaus zu dessen Öffnungszeiten noch bis zum 30. Juli sowie in einer Online-Ausstellung auf www.detmolddesigntranfser.online besichtigt werden.

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Lei.La-Mitgliederversammlung tagte im Waldfreibad

Am 24. Juni 2021 fand am Waldfreibad Walbeck die diesjährige Mitgliederversammlung der LAG „Leistende Landschaft e.V.“ (kurz Lei.La) statt.

Einige Mitglieder nutzten im Vorfeld der Versammlung die Möglichkeit sich ein großes LEADER-Projekt aus der Nähe anzusehen. Friedhelm Lange vom Bäderverein präsentierte die Wald-Lodges, die Bestandteil des Projektes „ENNIE – Entdeckung Niederrhein. Erspüren-Entdecken-Erfahren.“ sind und inzwischen für Gruppe, Familien und Unternehmen buchbar sind.

Bei der anschließenden Mitgliederversammlung gab Geschäftsführerin Ute Neu einen Rückblick auf das vergangene Jahr mit zahlreichen Bewilligungen und berichtete von tollen laufenden Projekten und von den 19 in diesem Frühjahr ausgewählten Kleinprojekten. Hervorzuheben sind aktuell z.B. der Skatepark Kevelaer, der am 23. Juni feierlich eröffnet wurde und das Projekt „fahrART“, das mit 17 Kunstwerken zu einer ausgedehnten Radtour durch alle Lei.La-Kommunen lädt.

Turnusmäßig stand die Wahl des Projektauswahlgremiums auf der Tagesordnung. Dieses Gremium entscheidet über die Auswahl der Projekte für die Region. Neu ins Gremium gewählt wurde Guido Küppers, er folgt auf Beate Claasen, die das Gremium auf eigenen Wunsch hin verlässt.
Alle weiteren Mitglieder wurden für die kommenden zwei Jahre im Amt bestätigt.

Der Finanzbericht des letzten Jahres wurde von Steuerberater Marcus Wiemann (bjw+p Steuerberatungsgesellschaft) vorgestellt und nach dem positiven Bericht der Kassenprüfer wurde der Vorstand entlastet. Die Versammlung lobte die gute Arbeit der Geschäftsführung und gemeinsam blickte man schließlich in die Zukunft.

Regionalmanagerin Anne van Rennings stellte die bisher bekannten Rahmenbedingungen für die neue LEADER-Förderphase vor, die im Jahr 2023 beginnen wird. Die vier Lei.La-Kommunen Nettetal, Straelen, Geldern und Kevelaer hatten sich bereits im vergangenen Jahr für eine weitere gemeinsame Bewerbung entschieden. Jetzt laufen sich alle Beteiligten für die im Herbst offiziell beginnende Bewerbungsphase warm. Mit Stakeholderworkshops wird dann gemeinsam in die Zukunft geblickt und natürlich wird der evaluierende Blick auf die vergangene und aktuell auslaufende Förderphase nicht fehlen.
Unter Einbeziehung vieler regional aktiver Akteure wird so schließlich die Regionale Entwicklungsstrategie auf den neuesten Stand gebracht und um aktuelle Entwicklungen und Themen ergänzt. Die Regionale Entwicklungsstrategie bildet die Grundlage für die Bewerbung als LEADER-Region.

Wer Interesse hat Ideen und Anregungen in diesen Prozess einzubringen, ist jederzeit herzlich eingeladen Kontakt mit dem Regionalmanagemet aufzunehmen.

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Riesiges Interesse an „Lei.La“-Lastenrädern

Gewinner*innen der Förderung stehen jetzt fest.

Das Niederrheinische Museum in Kevelaer, der Ferienbauernhof „Enkenshof“ in Nettetal, die Pfadfindergemeinschaft Hartefeld, Hünnekens Gartengeräte in Straelen sowie mehrere Tagesmütter, eine Kita und einige Privatpersonen, sie alle zählen zu den insgesamt 12 glücklichen Gewinnern einer 75%-Förderung für die Anschaffung eines E-Lastenrades. Fast 180 Bewerbungen lagen dem Regionalmanagement aus den vier Kommunen der LEADER-Region „Leistende Landschaften“ e.V. (Lei.La) bis zum Bewerbungsschluss am 9. April vor. Die Gewinner wurden anhand vorher festgelegter Kriterien und unter Mitwirkung einer Jury der beteiligten Kommunen ausgewählt.

„Wir freuen uns sehr über das große Interesse,“ betont Regionalmanagerin Ariane Grawe, die aktuell ihre Aufgaben an Anne van Rennings übergibt, die sie während ihrer Elternzeit vertreten wird. „Die zahlreichen Bewerbungen von ganz verschiedenen Menschen zeigen deutlich, dass es eine breite gesellschaftliche Auseinandersetzung mit zukunftsfähiger Mobilität und Klimaschutz in unseren Kommunen gibt.“, freut sich van Rennings. „Das unterstützen wir gerne mit unserem Projekt „E-Lastenräder für die Region“, denn Mobilität ist wichtig für lebendige Kommunen und gleichzeitig eine Herausforderung im ländlichen Raum.“

Ein E-Lastenrad ist da eine echte Chance, denn es bietet klimafreundliche, gesunde Mobilität und geräumige Transportmöglichkeit zugleich. Gerade auf kurzen Strecken bis ca. 10 km stellen E-Lastenräder eine effiziente und flexible Alternative zum Auto dar, zum Beispiel für den Einkauf. Die Gewinner dürfen sich demnächst selbst von den verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten und Vorteilen ihrer E-Lastenräder überzeugen und werden dazu auch berichten. Die Gewinner selbst übernehmen einen Eigenanteil von 25 % der Anschaffungskosten, die Lei.La-Kommunen beteiligen sich mit 10 % und die verbleibenden 65 % werden aus LEADER-Mitteln finanziert.

Zu einem kurzen Praxistest unter freiem Himmel trafen sich bei Fahrradhändler Jürgen van de Stay (3.v.l.) Thomas Linßen (Stabstelle Klima, Umwelt, Nachhaltigkeit in Straelen) (l)., Straelens Bürgermeister Jens Kuse (auf dem Rad) und LEADER-Regionalmanagerin Anne van Rennings. Die Lei(h)Lastenräder für Straelen und Nettetal werden ab Mitte des Sommers über van de Stay buchbar sein. In Geldern und Kevelaer wird das Angebot mit dem Sanitätshaus Kessels umgesetzt.

Alle die jetzt nicht unter den glücklichen Gewinnern sind haben dennoch bald die Möglichkeit selbst ein E-Lastenrad kostenlos zu testen. „Im Rahmen des Projektes werden zusätzlich für jede Kommune unserer LEADER-Region zwei E-Lastenräder für den kostenlosen Verleih angeschafft. Wir freuen uns schon jetzt auf den Startschuss, der hoffentlich in diesem Sommer erfolgen kann,“ berichtet Regionalmanagerin Anne van Rennings. Auch Bernd Kuse, Bürgermeister von Straelen freut sich über das Projekt: „Mit dem demnächst startenden kostenlosen Verleihangebot der Lei(h)La-Lastenräder und unserem bereits erfolgreich laufenden städtischen Lastenrad-Förderprogramm schaffen wir Anreize für eine klimaneutrale und zudem gesundheitsfördernde innerstädtische Mobilität.“

Weitere Fördermöglichkeiten für die Anschaffung von E-Lastenrädern, zwei kommunale für alle Bürgerinnen und Bürger, andere auf Landes- und Bundesebene besonders für Gewerbetreibende:

Die Wallfahrtsstadt Kevelaer bereitet aktuell ein städtisches Förderprogramm zur Anschaffung von Lastenrädern, E-Lastenrädern und Anhängern vor. Informationen dazu gibt die Mobilitätsmanagerin der Stadt Kevelaer, Mara Ueltgesforth.

Auch in der Blumenstadt Straelen gibt es ein Förderprogramm. Mit „Lastenräder für Straelen“ unterstützt die Kommune die Anschaffung von Lastenrädern. Als Ansprechpartner im Rathaus steht Thomas Linßen per E-Mail unter Thomas_linssen@straelen.de oder telefonisch unter 02834-702414 zur Verfügung.

Gewerbetreibender in NRW haben im Programmbereich „Emissionsarme Mobilität“ des Förderprogramms zur Energiewende progres.nrw die Möglichkeit bis zu 30 % der Anschaffungskosten für ein elektrisches Lastenfahrrad erstattet zu bekommen, maximal jedoch 2.100 €.
Nähere Details und Antragsunterlagen gibt es auf
https://www.bra.nrw.de/energie-bergbau/foerderinstrumente-fuer-die-energiewende/foerderung-von-elektrischen-lastenfahrraedern

Auch der Bund fördert die Anschaffung von Transporträdern und Transportanhängern, aber nur mit 25 % der Anschaffungskosten. Antragsberechtigt für eine Förderung sind hier private Unternehmen unabhängig von ihrer Rechtsform (einschließlich Genossenschaften) und der Art ihrer Tätigkeit (einschließlich freiberuflich Tätigen), Unternehmen mit kommunaler Beteiligung, Kommunen (Städte, Gemeinden, Landkreise), Körperschaften / Anstalten des öffentlichen Rechts (z.B. Hochschulen) sowie rechtsfähige Vereine und Verbände.
https://www.bafa.de/DE/Energie/Energieeffizienz/E-Lastenfahrrad/e-lastenfahrrad_node.html

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Das Regionalmanagement wünscht frohe Weihnachten!

Wir möchten uns gerne für die erfolgreiche Zusammenarbeit in vielen spannenden Projekten im Jahr 2020 bei Ihnen bedanken!

Das Regionalmanagement wünscht frohe und besinnliche Feiertage und einen guten Rutsch in 2021!

Bleiben Sie gesund!!!


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Bewilligungen für die Projekte „AGRI-FUN“ und „Hier bist Du richtig“

Für das Projekt „AGRI-FUN“ haben sich in der Zwischenzeit über 50 Betriebe aus Straelen gemeldet, um an der landwirtschaftlichen Höfetour teilzunehmen. Für diese Betriebe wurden eigene Hofschilder gestaltet, die die Fahrradfahrer entlang der Route über den jeweiligen Hof informieren. Mit der Bewilligung steht nun einer Eröffnung der interaktiven Fahrradroute im Frühjahr 2021 nichts mehr im Wege. Für das Projekt wurden 80.801,22 € bewilligt.

Auch in dem Projekt „Hier bist Du richtig“ des Vereins BASE-L aus Nettetal geht es voran. Ziel des Projektes ist das Coaching von klein und mittelständischen Unternehmen zur Fachkräftesicherung im ländlichen Raum. Hierfür werden die Stellen eines Unternehmenscoaches und eines Schülercoaches gefördert. Die Coaches sollen den Kontakt zwischen Schüler/innen und Unternehmen in der Region herstellen. Das Projekt erhält eine LEADER-Zuwendung von 72.965,28 €.

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Vielfältige Ideen zum Kunstwettbewerb fahrART eingereicht

Der Kunstwettbewerb „fahrART“ ist überregional auf sehr große Resonanz gestoßen. Mehr als 100 Künstler aus verschiedenen Ländern haben sich mit spannenden Entwürfen beworben. Der Kunstwettbewerb rief alle Künstler dazu auf, sich mit dem Thema Landschafts- und Kulturraum an Niers und Nette („typisch Niederrhein“) auseinanderzusetzen und eine künstlerische Idee zu den vorgegebenen Orten einzureichen. Besonders viele Künstler haben sich für die Orte „Haus Bey“ in Nettetal und „Wetten“ in Kevelaer interessiert. Die eingereichten Ideen greifen neben der Agrarlandschaft u.a. auch das christliche „Grundrauschen“ der Region auf. Die Jury für die erste Phase des zweiphasigen Wettbewerbs, bestehend aus Dr. Ingrid Misterek-Plagge, Geschäftsführerin Kulturraum Niederrhein e.V. und Wilko Austermann, Kurator hat die Entwürfe einige Stunden diskutiert und nach klar definierten Kriterien bewertet. Und es war nicht leicht die Auswahl zu treffen: originelle Themen, spannende Materialien und technische Realisierung mussten bewertet werden. Für die zweite finale Phase des Wettbewerbs hat die Jury nun 48 Künstler aufgefordert ihre Entwürfe zu konkretisieren. Anfang Dezember wird dann eine größere Jury von Kunstfachleuten die finale Entscheidung über die 8 Skulpturen und 8 Aufenthaltsräume treffen.

Das von dem Ausstellungs- und Kommunikationsdesigner Benedikt Grischka entworfene Logo für die Skulpturenausstellung „fahrART“ verdeutlicht durch den Schriftzug den Fokus auf die Kunst entlang der Route. Die kleinen vier Kreise mit dargestellten Fahrradspeichen, betonen das Fahrrad und die vier Kommunen mit den jeweiligen Skulpturen entlang des Weges.

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Auszeichnung des Projektes „Steigerung der Biodiversität“

Die Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz Ursula Heinen-Esser hat stellvertretend für das Bundesamt für Naturschutz die Auszeichnung des LEADER-Projektes „Steigerung der Biodiversitätsberatung auf landwirtschaftlichen Flächen am Niederrhein“ durch die UN Dekade Biologische Vielfalt in Straelen überreicht.

Die Auszeichnung erhalten Projekte und Beiträge, die sich in besonderer Weise für den Erhalt der biologischen Vielfalt einsetzen. Die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen hat als Projektträger das jetzt ausgezeichnete LEADER-Projekt 2018 begonnen.

Ministerin Ursula Heinen-Esser: „Der Schutz der biologischen Vielfalt stellt zusammen mit dem Klimawandel die größte ökologische Herausforderung unserer Zeit dar. Oftmals zu Unrecht werden Landwirtschaft und Biodiversität hier als Widerspruch dargestellt. Ich freue mich daher, die Auszeichnung dieses vorbildlichen Projektes gemeinsam mit den Partnern feiern zu können. In diesem Projekt wird das naturschutzfachliche Know-how der Biologischen Stationen und der unteren Naturschutzbehörden mit dem Know-how der Landwirtschaftskammer verknüpft. Basis des Ganzen ist das Vertrauen, das die etwa 500 ansässigen Betriebe in der Region dem Projekt entgegenbringen. Unser Ziel ist es, derartige Best-Practice-Beispiele der Biodiversitätsberatung zu verstetigen und damit die Anzahl und Wirksamkeit der umgesetzten Biodiversitätsmaßnahmen in Nordrhein-Westfalen weiter zu erhöhen.“

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Bewerbungsverfahren für Kunstwettbewerb „FahrArt“ gestartet

Die LEADER-Region Leistende Landschaft („Lei.La“) plant eine Ausstellung „FahrArt“, die entlang einer ca. 100 km langen Radroute zwischen Kevelaer und Nettetal Skulpturen und Aufenthaltsorte präsentiert. Die Region organisiert einen Kunstwettbewerb zur künstlerischen Gestaltung der Skulpturen und Aufenthaltsorte. Künstlerinnen und Künstler sind aufgerufen, bis Mitte Oktober 2020 ihr begründetes Interesse an der Teilnahme zu bekunden. Aus den Einsendungen wählt eine Vorjury je Standort maximal 3 Künstlerinnen und Künstler aus, konkrete Entwürfe oder Skizzen auszuarbeiten und diese bis Mitte November einzureichen. Diese Entwürfe werden von einer Wettbewerbsjury gesichtet und bewertet. Errichtet werden die siegreichen Entwürfe im Frühjahr 2021.

In jeder Kommune werden jeweils zwei Skulpturen und zwei Aufenthaltsorte im öffentlichen Raum entlang der Radroute realisiert (insgesamt 16 Kunstobjekte entlang der Strecke). Diese Kunstwerke sollen den Landschafts- und Kulturraum an Niers und Nette („typisch Niederrhein“) und die Bedeutung des Agrobusiness für die Region erlebbar machen. Gewünscht werden Skulpturen, die sich mit der Region, Mensch, Landschaft und Kultur auseinandersetzen. Ergänzt erfolgt eine Ausstellung von acht künstlerisch gestalteten Aufenthaltsräumen, die zum Verweilen entlang der Fahrradstrecke anregen sollen (Pause/Orientierung/Kontemplation).

Detaillierte Informationen zum Projekt und zum Wettbewerb finden Sie hier.

Ansprechpartner ist der Projektleiter und Kurator Wilko Austermann (wilko.austermann@leader-leila.de). Er hat Kunstgeschichte an der HHU Düsseldorf und an der Sapienza in Rom studiert und kuratiert seit 2014 Kunstprojekte, in denen er Künstler zu bestimmten Fragestellungen zusammenbringt. Ihm ist der Diskurs über aktuelle Themen, an inhaltlich passenden Ausstellungsorten wichtig.

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Skatepark Nettetal

Da es in Nettetal und der umliegenden Region lediglich kleine und veraltete Skateranlagen vorhanden sind, soll eine moderne Skateranlage auf einer Grundfläche von 650 m² auf dem Gelände der jetzigen kleinen Skateanlage auf dem Spielplatz Sandfeldstraße in Nettetal-Kaldenkirchen entstehen. Die Anlage soll aus langlebigem Ortbeton vor Ort gegossen und per Hand geformt werden und als Highlight eine Bowl besitzen, welche in der Region einzigartig ist. Die Anlage ist für Nutzer ab ca. 10-12 Jahren mit einem mittleren bis guten Könner-Niveau geeignet. Da der Standort der neuen Anlage am Standrand von Nettetal-Kaldenkirchen befindet, ist eine ausreichende Entfernung zu lediglich einseitig vorhandener Wohnbebauung vorhanden und die Lärmproblematik entfällt. Im Rahmen einer Zukunftswerkstatt unter dem Motto „Pimp your Place“ (23.05.2019) konnten die Jugendlichen ihre Wünsche und Bedürfnisse an einen neuen Skatepark äußern. Diese Wünsche konnten bei der Planung weitestgehend berücksichtigt werden. Für weitere Planungen sollen in Zukunft die Jugendlichen werden bei der Gestaltung der Anlage mit einbezogen, aber auch später aktiv über die Jugendeinrichtungen und der mobilen Jugendarbeit in das Veranstaltungskonzept eingebunden werden. Eine Kombination von einfachen Elementen soll die Anlage für einen erweiterten Personenkreis wie Menschen mit Handicap und Seniorinnen und Senioren nutzbar machen. Geplant sind Wettbewerbe oder Skatekurse, die Veröffentlichung in touristischen Schriften, eine Nachmittags AG oder Einbindung in den Sportunterricht oder ein Rollatorführerschein. Hierdurch unterschiedliche Akteure und Einrichtungen regional und überregional miteinander vernetzt.

Das Projektauswahlgremium hat in seiner Sitzung am 03.06.2020 einen LEADER-Zuschuss von 249.600 Euro für das Projekt beschlossen.

Laufzeit: 2020-2023

Projektträger: Stadt Nettetal

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