Kategorie: Aktuelles

Zukunftstag für Unternehmerinnen

Zukunft neu denken – Zukunft gestalten

Das unternehmerinnen forum niederrhein lädt am Donnerstag, 23. September 2021 Unternehmerinnen und Frauen in Führung der Region Niederrhein zum Zukunftskongress ins Konzert- und Bühnenhaus der Stadt Kevelaer.

Foto anlässlicher der Pressekonferenz in Kevelaer am 23.08.3021

Auf inspierenden Austausch freuen sich mit den Organisatorinnen Gabriele Coché-Schüer und Barbara Baratie (beide unternehmerinnen forum niederrhein/Mitte) auch Ute Neu (Geschäftsführerin LEADER-Region Leistende Landschaft e.V./links), Janine Segref (Wirtschaftsförderung Geldern/3.v.r.) Hans-Josef Bruns (Wirtschaftsförderung Wallfahrtsstadt Kevelaer/2.v.r.) und Uwe Bons (Wirtschaftsförderung Straelen/r.).


„Wie kann die Zukunft meines Unternehmens und meiner Region gestaltet werden?“ Dieser Frage gehen Unternehmerinnen, Freiberuflerinnen und Frauen in Führungspositionen beim Zukunftskongress des unternehmerinnen forum niederrhein gemeinsam auf den Grund. Heute gilt es mehr denn je, die Trends der Zukunft zu erkennen, zu verstehen und daraus tragfähige Perspektiven zu gestalten.
Trendpioniere zeigen auf, welche Chancen sich gerade jetzt für neue Geschäftsmodelle zeigen und wie die Einbindung neuer Werte die New Economy bestimmen und die Wertschöpfung verändern. Gemeinsam werden Energien, Impulse und Visionen für Zukunftszenarien entwickelt.

Eine Anmeldung ist ab sofort möglich – die Zahl der Plätze ist begrenzt – es gilt 3G.

Das vollständige Programm und die Möglichkeit zu Anmeldung gibt es auf www.unternehmerinnenforum-niederrhein.de/zukunftskongress-2021/.

Der Zukunftskongress wird gefördert aus dem Regionalbudget 2021 der LEADER-Region Leistende Landschaft e.V. mit Mitteln der Bundesrepublik Deutschland und des Landes Nordrhein-Westfalen aus dem Rahmenplan der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK)

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Artenreiche Wiesen und Säume – Mahd für mehr Artenvielfalt

Flächen ökologisch aufwerten und die regionale Artenvielfalt erhalten, das ist ein zentrales Ziel des LEADER-Projektes „Artenreiche Wiesen und Säume“ der LEADER-Region Leistende Landschaft e.V. (Lei.La). Auf insgesamt rund 6000 qm wurden im Herbst 2019 (Nettetal) und im Herbst 2020 (Straelen, Geldern, Kevelaer) kommunale Flächen mit der speziell zusammengestellten „Lei.La“-Samenmischung eingesät. Die Regio-Mischung aus ein- und mehrjährigen blühenden Wildkräutern wurde mit dem Fokus auf regionale Arten zusammengestellt. Die auf Dauer angelegten Flächen können bei entsprechender Pflege perspektivisch zu einer botanischen Reserve für wertvolle regionale Wildkräuter werden. Die Betreuung der Projekt-Flächen erfolgt durch das LEADER-Regionalmanagement in enger Abstimmung und in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Kommunen. Wissenschaftlich wird das Projekt von der Biologischen Station Krickenbecker Seen begleitet.

Es nicht unbedingt wichtig das eine Wiese möglichst bunt blüht, es ist auch wichtig was auf einer Wiese blüht. Spezialisierte Insekten sind auf bestimmte regionaltypische Arten angewiesen. Die Lei.La-Mischung kann bei der Bewertung von Saatgutmischungen eine Orientierung bieten.

Anne van Rennings, Regionalmanagerin

Jetzt wurden die Lei.La-Flächen gemäht, das Mahdgut wird abgetragen. „Die Mahd zu einem Zeitpunkt, zu dem zahlreiche Pflanzen in der Blüte stehen, scheint für Passanten und Anlieger vielleicht verwunderlich bis verstörend,“ befürchtet Regionalmanagerin Anne van Rennings, doch Sie versichert: „Die fachgerechte Mahd jetzt, nach dem 15. Juni, ist von großer Bedeutung für den Artenreichtum unserer Wiesen und Säume, gerade mehrjährige Wildkräuter können sich auf diese Weise überhaupt erst entwickeln und etablieren.“

Die Fläche in Kevelaer am Ploodyck ist ein breiter Ackerrandstreifen.

Diese Art der Pflege fällt auf und aus dem Rahmen, denn aktuell ist es vielfach noch Routine, dass Ackerrandstreifen, Banketten und andere kommunale Grünflächen gemulcht werden. Dabei wird der Bewuchs ab- und kleingeschlagen und verbleibt auf der Fläche. Für Artenreichtum und Insekten ist diese verbreitete Art der Pflege ein großes Problem, denn viele Pflegeschnitte sowie der Verbleib des Mahdgutes auf den Flächen begünstigen konkurrenzstarke Pflanzen wie Disteln, Brennnessel und bestimmte Gräser. Resultat ist eine Reduzierung der Artenvielfalt. Ziel des Projektes ist daher in der Fläche eine Mahdroutine zu etablieren, die der besonderen Pflanzengesellschaft einer Wiese zuträglich ist und gleichzeitig auch Insekten und andere Tiere schützt. „Wir haben sehr gute Erfahrungen mit unseren zweischürigen Wiesen auf zahlreichen unserer kommunalen Flächen,“ berichtet zum Beispiel Heike Meinert vom Betriebsbereich Stadtgrün in Nettetal. „Sobald Flächen nicht betreten werden müssen, starten wir gezielt eine solche Extensivierung, das gilt unter anderem für Bereiche auf Spielplätzen, für Baulücken und Randstreifen.“ BesucherInnen werden den Effekt bei einem Spaziergang durch Nettetal und den Landschaftspark sicher bestätigen können. Die Kommune Nettetal erhielt dafür im Jahr 2020 vom Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ das Label „StadtGrün naturnah“ in silber. Die große Herausforderung für die kommunalen Betriebshöfe und Grünflächenämter besteht darin erfolgreiche Wege für eine ökologische Aufwertung von Flächen zu finden, die Verkehrssicherheitsaspekte, Kosten und Betriebsabläufe sowie die verschiedenen Nutzungsarten in der Nachbarschaft von Flächen mitberücksichtigen. In allen Lei.La-Kommunen wird an diesem Thema gearbeitet. „Für einen dauerhaften Erfolg solcher Maßnahmen ist auch der Austausch und die Abstimmung mit den Anliegern von besonderer Bedeutung,“ beschreibt die Regionalmanagerin eine wichtige Erfahrung aus den Kommunen, denn eine Änderung in der Pflege und deren Ziele müssen natürlich erklärt werden.

Die Arbeit lohnt sich: Die Wiese ist ein faszinierendes Ökosystem, welches in der Landschaft kaum noch zu finden ist. Die Gründe dafür sind vielfältig und reichen von fortschreitenden Flächenversiegelungen jeder Art über die Veränderungen in der Grünlandnutzung und veränderte technische Möglichkeiten in der Pflege. „Um die großartige Vielfalt an Insekten, Vögeln und Pflanzen vor unserer Haustür erhalten zu helfen, gilt es alle verbleibenden Flächen ökologisch sinnvoll zu pflegen und gezielt aufzuwerten. Das Projekt Artenreiche Wiesen und Säume soll hierfür Erfahrungen liefern,“ erklärt Projektleiterin Anne van Rennings. Ökologische Aufwertung durch Einsaat bestimmter Arten, die Reduktion der Pflegemaßnahmen auf ein- bis zweimal jährliches Mähen statt mulchen und der Abtrag des Mahdguts sind wichtige Instrumente zur Förderung der Artenvielfalt. Daneben ist auch die Aktivierung der gezielten Suche nach möglichen Flächen ein Thema des Projektes. Die Regionalmanagerin freut sich, dass in den vier LEADER-Kommunen Kevelaer, Geldern, Straelen und Nettetal auch über die Projektflächen hinaus inzwischen sehr viel für Biodiversität getan wird und auch immer mehr Bürger*innen die Zeichen der Zeit erkennen. Ein fachlicher Austausch dazu mit externen Experten und auch der weitere Wissenstransfer untereinander ist im Rahmen des LEADER-Projektes geplant. Denn alle Beteiligten sind sich einig: Es gibt noch viel Potential und damit große Chancen für den Arten- und auch den Klimaschutz.

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fahrART-Skulptur „Climax“ wurde von Studierenden installiert

Ein Objekt der „fahrART“ wurde im Rahmen eines studentischen Wettbewerbs entwickelt, der von Wilko Austermann (Projektleitung „fahrART“) in Kooperation mit Rainer Niersmann vom Tourismus- und Kulturbüro Geldern gemeinsam mit der Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur ausgerufen wurde. Unter den insgesamt 18 Einreichungen der Mitstudierenden setzte sich Lena Schröder mit ihrem Entwurf „Climax“ durch. Jetzt konnte sie gemeinsam mit ihrem Projektteam unter Leitung von Professorin Vera Lossau und Diplom-Ingenieur Jörg-Uwe Korth die Skulptur an ihrem Bestimmungsort installalieren. „Climax“ – ein 3,5 Meter hoher Baldachin, bestehend aus 3500 Katzenaugen und 19 alten Fahrrahmen, ist ab sofort am Waldfreibad Walbeck als eins von 17 Kunstwerken der Kunst-Radroute „fahrART“ (im Aufbau) zu bestaunen.
Weitere Informationen zum Studierenden-Projekt gibt es z.B. im Pressebericht der Rheinischen Post.

Alle Entwürfe und Modelle des Wettbewerbes können ab sofort bei der Ausstellung „Vrije rijd – Freie Fahrt“ im Gelderner Rathaus zu dessen Öffnungszeiten noch bis zum 30. Juli sowie in einer Online-Ausstellung auf www.detmolddesigntranfser.online besichtigt werden.

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Lei.La-Mitgliederversammlung tagte im Waldfreibad

Am 24. Juni 2021 fand am Waldfreibad Walbeck die diesjährige Mitgliederversammlung der LAG „Leistende Landschaft e.V.“ (kurz Lei.La) statt.

Einige Mitglieder nutzten im Vorfeld der Versammlung die Möglichkeit sich ein großes LEADER-Projekt aus der Nähe anzusehen. Friedhelm Lange vom Bäderverein präsentierte die Wald-Lodges, die Bestandteil des Projektes „ENNIE – Entdeckung Niederrhein. Erspüren-Entdecken-Erfahren.“ sind und inzwischen für Gruppe, Familien und Unternehmen buchbar sind.

Bei der anschließenden Mitgliederversammlung gab Geschäftsführerin Ute Neu einen Rückblick auf das vergangene Jahr mit zahlreichen Bewilligungen und berichtete von tollen laufenden Projekten und von den 19 in diesem Frühjahr ausgewählten Kleinprojekten. Hervorzuheben sind aktuell z.B. der Skatepark Kevelaer, der am 23. Juni feierlich eröffnet wurde und das Projekt „fahrART“, das mit 17 Kunstwerken zu einer ausgedehnten Radtour durch alle Lei.La-Kommunen lädt.

Turnusmäßig stand die Wahl des Projektauswahlgremiums auf der Tagesordnung. Dieses Gremium entscheidet über die Auswahl der Projekte für die Region. Neu ins Gremium gewählt wurde Guido Küppers, er folgt auf Beate Claasen, die das Gremium auf eigenen Wunsch hin verlässt.
Alle weiteren Mitglieder wurden für die kommenden zwei Jahre im Amt bestätigt.

Der Finanzbericht des letzten Jahres wurde von Steuerberater Marcus Wiemann (bjw+p Steuerberatungsgesellschaft) vorgestellt und nach dem positiven Bericht der Kassenprüfer wurde der Vorstand entlastet. Die Versammlung lobte die gute Arbeit der Geschäftsführung und gemeinsam blickte man schließlich in die Zukunft.

Regionalmanagerin Anne van Rennings stellte die bisher bekannten Rahmenbedingungen für die neue LEADER-Förderphase vor, die im Jahr 2023 beginnen wird. Die vier Lei.La-Kommunen Nettetal, Straelen, Geldern und Kevelaer hatten sich bereits im vergangenen Jahr für eine weitere gemeinsame Bewerbung entschieden. Jetzt laufen sich alle Beteiligten für die im Herbst offiziell beginnende Bewerbungsphase warm. Mit Stakeholderworkshops wird dann gemeinsam in die Zukunft geblickt und natürlich wird der evaluierende Blick auf die vergangene und aktuell auslaufende Förderphase nicht fehlen.
Unter Einbeziehung vieler regional aktiver Akteure wird so schließlich die Regionale Entwicklungsstrategie auf den neuesten Stand gebracht und um aktuelle Entwicklungen und Themen ergänzt. Die Regionale Entwicklungsstrategie bildet die Grundlage für die Bewerbung als LEADER-Region.

Wer Interesse hat Ideen und Anregungen in diesen Prozess einzubringen, ist jederzeit herzlich eingeladen Kontakt mit dem Regionalmanagemet aufzunehmen.

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LEADER ab 2023 – NRW läuft sich warm für die neue EU-Förderperiode

Auch wir als LEADER-Region Leistende Landschaft e.V. werden uns wieder bewerben, die Vorbereitung dazu laufen. Zahlreiche wertvolle Projekte konnten dank LEADER-Förderung in den letzten Jahren bereits umgesetzt werden oder befinden sich aktuell in der Umsetzung. Daran möchten wir gemeinsam anknüpfen und positive Impulse für die Entwicklung unserer Region setzen. Interessierte sind stets eingeladen Anregungen und Projektideen mit dem Regionalmanagement auszutauschen.

Ministerin Heinen-Esser sagt: „LEADER in Nordrhein-Westfalen ist ein Erfolgsmodell. Mit dem Programm setzen wir auf regionale Strategien für zukunftssichere starke ländliche Räume.“

Im Herbst fällt der offizielle Startschuss für das Bewerbungsverfahren zur fünften LEADER-Förderperiode in Nordrhein-Westfalen. Hierüber informierte Umwelt- und Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser im Rahmen der heutigen Digitalkonferenz des Zentrums für ländliche Entwicklung (ZeLE). „Das Programm LEADER stärkt die Regionalentwicklung in Nordrhein-Westfalen. Es ist ein zentraler Baustein der ländlichen Entwicklung in unserem Land. Mit LEADER setzen wir auf regionale Strategien für zukunftssichere starke ländliche Räume, die von den Menschen vor Ort engagiert und kompetent umgesetzt werden“, erklärte Ministerin Heinen-Esser.

Neue oder bereits bestehende LEADER-Regionen können sich ab Herbst 2021 für die EU-Förderperiode ab 2023 bewerben. Die ausgewählten LEADER-Regionen dürfen sich über eine finanzielle Unterstützung in Höhe von bis zu rund drei Millionen Euro freuen. Bewerben können sich regionale übergemeindliche Zusammenschlüsse in ländlich strukturierten Gebieten mit 40.000 bis 150.000 Einwohnern. Alle derzeit bereits bestehenden LEADER-Regionen werden bis zum Förderstart in 2023 weiterhin bei der Umsetzung von Projekten finanziell unterstützt, um einen nahtlosen Übergang zur neuer Förderperiode zu gewährleisten.

Die Qualifizierung der LEADER-Regionen erfolgt durch einen Wettbewerb der besten Entwicklungsstrategien. Ein unabhängiges Gremium aus Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Verbänden entscheidet im Sommer 2022, wer den Förderzuschlag erhält. In den ländlichen Räumen Nordrhein-Westfalens mangelt es nicht an innovativen Ideen für die Entwicklung ihrer Regionen. Dies zeigen viele Beispiele aus den vorherigen Förderperioden. Kommunen, Regionalmanagement, Verbände und engagierte Bürgerinnen und Bürger verwirklichten gemeinsam zahlreiche Projekte, zum Beispiel aus den Bereichen Daseinsvorsorge, Wirtschaft, Tourismus, Naturschutz und Landwirtschaft. Ministerin Heinen-Esser bekräftigte dies auch in ihrer Eröffnungsrede: „LEADER in Nordrhein-Westfalen ist ein Erfolgsmodell. In allen Regionen des Landes wurden tolle Projekte von engagierten Menschen umgesetzt, die das Leben im ländlichen Raum noch lebenswerter machen. Ich freue mich, wenn sich auch für die LEADER-Förderperiode ab 2023 wieder viele ländliche Regionen bewerben, um neue Ideen und Strategien für ihre Entwicklung zu realisieren.“ Angesichts globaler Herausforderungen wie dem Klimawandel steht dabei für die Ministerin die Krisenfestigkeit der Landregionen im Mittelpunkt.

Weitere Informationen:
Best-Practice-Projekte aus dem europäischen Förderprogramm LEADER in der die Broschüre
„LEADER und VITAL.NRW – zwei Erfolgsmodelle für den ländlichen Raum in NRW“

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Bunter Mix von 19 Kleinprojekten ausgewählt

Das Entscheidungsgremium der LEADER-Region Leistende Landschaft tagte Ende März, um über die eingegangenen Projektanträge im Förderprogramm „Kleinprojekte“ zur Strukturentwicklung der ländlichen Räume zu entscheiden.

„Es gab mit ca. 40 Anträgen und einem Gesamtprojektvolumen von mehr als 450.000 € einen großen Ansturm auf die Fördermittel im Programm „Kleinprojekte“, so Ute Neu, Regionalmanagerin der LEADER-Region, „es konnten daher nicht alle Projektbewerbungen zum Zuge kommen“. Mit den 19 ausgewählten Kleinprojekten wurden die für dieses Jahr zur Verfügung stehenden Fördermittel in Höhe von 200.000 Euro vollständig gebunden. 180.000 € werden vom Bund und vom Land NRW finanziert, den regionalen Eigenanteil von 20.000 € teilen sich die vier Kommunen Geldern, Kevelaer, Nettetal und Straelen.

Zu der Auswahl gehört eine bunte Mischung verschiedenster Projekte und Themenfelder von Biodiversität, Tourismus und sozialem Miteinander bis hin zur Stärkung der Ortskerne. Es sind Projekte aus allen vier Kommunen mit dabei.

Die ausgewählten Kleinprojekte leisten einen wichtigen Beitrag zur Sicherung und Verbesserung der Infrastruktur und der Lebensqualität in der Region. Der Verein Kulturunterstützung linker Niederrhein e.V. schafft zur Aufrechterhaltung von gemeinnützigen Engagement- und Ehrenamtsstrukturen einen Materialverleih zu Veranstaltungszwecken an. Der Verkehrs- und Verschönerungsverein e.V. Lobberich erhöht die Aufenthaltsqualität in Lobberich durch grüne Inseln mit Sitzmöglichkeiten. In Geldern greift das IMI-Team das Motto „Land-Leben-Stadt“ auf und bepflanzt unter Bürgerbeteiligung Pflanzkübel an Straßen und Plätzen, die über das Jahr von allen geerntet werden können.

Durch die Kleinprojekteförderung werden Naherholungs- und Freizeitangebote in der Region weiter ausgebaut. Dafür erhält der Verein Grow Holt e.V. einen Tauschtreff für Bücher und Spiele an der Grundschule in Auwel-Holt. Am Waldfreibad Walbeck wird der Aufenthalt für Familien attraktiver durch eine Seilbahn, Sonnensegel und Familiensofas. Der Aktiv-Bewegungsparcours am WasserStraelen wird um einen Treffpunkt mit Sitzbänken ergänzt. Der Schulhof in Walbeck als Treffpunkt in der Mitte des Dorfes erhält eine Boulderwand. Eine Ruheoase auf einer Radtour wird in Breyell am Speckerhof eingerichtet. In Nettetal werden sechs Selfie-Points an touristisch attraktiven Standorten mit einmaligen Panoramablicken errichtet. In Hinsbeck wird es an einem landwirtschaftlichen Betrieb mit Verkaufsautomaten einen Streichelzoo geben. In Geldern soll die mittelalterliche Geschichte durch einen Festungswanderweg, der die Verläufe der Stadtmauer und der ehemaligen Befestigungsanlage nachzeichnet, erlebbar gemacht werden.

Projekte, die die Biodiversität und den Artenschutz unterstützen, wurden ebenfalls mit einer Förderung bedacht. In Ortsteilen von Kevelaer werden Multifunktionsnisthilfen installiert und ein mobiler Wildbienenlehrpfad wird angeschafft. In Nettetal werden Imkergeräte angeschafft, die es ermöglichen, einen eigenen Wachskreislauf aufzubauen, um die Gesundheit der Bienen zu schützen. Gleichzeitig wird in Nettetal eine Wildblumenwiese angelegt, die die Insektenvielfalt fördern soll.

Auch die Stärkung der Gemeinschaft im ländlichen Raum wurde von dem Entscheidungsgremium honoriert. Deshalb können sich gleich mehrere Vereine über Investitionen in ihre Vereinsheime oder ihre Ausstattung freuen. Die Bürgerinitiative Barbaraviertel e.V. wird seniorengerechte und barrierefreie Möbel für den bib-Treff anschaffen, der Verein wirksam e.V. wird in eine technische Ausstattung investieren, um das KUK-Atelier zu einem offenen „Visionenlabor“ mit Charakter eines Co-Workingspace weiterzuentwickeln. Des Weiteren erhält die Schießsportgemeinschaft Kevelaer einen Zuschuss für eine neue Getränkekühltheke, um künftig Veranstaltungen u.a. für Jugendliche professionell organisieren zu können.

Zur Steigerung der ökonomischen Kompetenz in der Region wird durch das Unternehmerinnen Forum Niederrhein ein Zukunftskongress zum Thema „Zukunft denken, Zukunft gestalten“ organisiert.

Den Sommer über haben die Projektträger nun Zeit, ihre Pläne in die Tat umzusetzen. Im November müssen die Projekte spätestens abgeschlossen sein. Geplant ist, Projekte und Projektträger der Reihe nach vorzustellen, sobald die ersten Ergebnisse sichtbar sind.  

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Riesiges Interesse an „Lei.La“-Lastenrädern

Gewinner*innen der Förderung stehen jetzt fest.

Das Niederrheinische Museum in Kevelaer, der Ferienbauernhof „Enkenshof“ in Nettetal, die Pfadfindergemeinschaft Hartefeld, Hünnekens Gartengeräte in Straelen sowie mehrere Tagesmütter, eine Kita und einige Privatpersonen, sie alle zählen zu den insgesamt 12 glücklichen Gewinnern einer 75%-Förderung für die Anschaffung eines E-Lastenrades. Fast 180 Bewerbungen lagen dem Regionalmanagement aus den vier Kommunen der LEADER-Region „Leistende Landschaften“ e.V. (Lei.La) bis zum Bewerbungsschluss am 9. April vor. Die Gewinner wurden anhand vorher festgelegter Kriterien und unter Mitwirkung einer Jury der beteiligten Kommunen ausgewählt.

„Wir freuen uns sehr über das große Interesse,“ betont Regionalmanagerin Ariane Grawe, die aktuell ihre Aufgaben an Anne van Rennings übergibt, die sie während ihrer Elternzeit vertreten wird. „Die zahlreichen Bewerbungen von ganz verschiedenen Menschen zeigen deutlich, dass es eine breite gesellschaftliche Auseinandersetzung mit zukunftsfähiger Mobilität und Klimaschutz in unseren Kommunen gibt.“, freut sich van Rennings. „Das unterstützen wir gerne mit unserem Projekt „E-Lastenräder für die Region“, denn Mobilität ist wichtig für lebendige Kommunen und gleichzeitig eine Herausforderung im ländlichen Raum.“

Ein E-Lastenrad ist da eine echte Chance, denn es bietet klimafreundliche, gesunde Mobilität und geräumige Transportmöglichkeit zugleich. Gerade auf kurzen Strecken bis ca. 10 km stellen E-Lastenräder eine effiziente und flexible Alternative zum Auto dar, zum Beispiel für den Einkauf. Die Gewinner dürfen sich demnächst selbst von den verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten und Vorteilen ihrer E-Lastenräder überzeugen und werden dazu auch berichten. Die Gewinner selbst übernehmen einen Eigenanteil von 25 % der Anschaffungskosten, die Lei.La-Kommunen beteiligen sich mit 10 % und die verbleibenden 65 % werden aus LEADER-Mitteln finanziert.

Zu einem kurzen Praxistest unter freiem Himmel trafen sich bei Fahrradhändler Jürgen van de Stay (3.v.l.) Thomas Linßen (Stabstelle Klima, Umwelt, Nachhaltigkeit in Straelen) (l)., Straelens Bürgermeister Jens Kuse (auf dem Rad) und LEADER-Regionalmanagerin Anne van Rennings. Die Lei(h)Lastenräder für Straelen und Nettetal werden ab Mitte des Sommers über van de Stay buchbar sein. In Geldern und Kevelaer wird das Angebot mit dem Sanitätshaus Kessels umgesetzt.

Alle die jetzt nicht unter den glücklichen Gewinnern sind haben dennoch bald die Möglichkeit selbst ein E-Lastenrad kostenlos zu testen. „Im Rahmen des Projektes werden zusätzlich für jede Kommune unserer LEADER-Region zwei E-Lastenräder für den kostenlosen Verleih angeschafft. Wir freuen uns schon jetzt auf den Startschuss, der hoffentlich in diesem Sommer erfolgen kann,“ berichtet Regionalmanagerin Anne van Rennings. Auch Bernd Kuse, Bürgermeister von Straelen freut sich über das Projekt: „Mit dem demnächst startenden kostenlosen Verleihangebot der Lei(h)La-Lastenräder und unserem bereits erfolgreich laufenden städtischen Lastenrad-Förderprogramm schaffen wir Anreize für eine klimaneutrale und zudem gesundheitsfördernde innerstädtische Mobilität.“

Weitere Fördermöglichkeiten für die Anschaffung von E-Lastenrädern, zwei kommunale für alle Bürgerinnen und Bürger, andere auf Landes- und Bundesebene besonders für Gewerbetreibende:

Die Wallfahrtsstadt Kevelaer bereitet aktuell ein städtisches Förderprogramm zur Anschaffung von Lastenrädern, E-Lastenrädern und Anhängern vor. Informationen dazu gibt die Mobilitätsmanagerin der Stadt Kevelaer, Mara Ueltgesforth.

Auch in der Blumenstadt Straelen gibt es ein Förderprogramm. Mit „Lastenräder für Straelen“ unterstützt die Kommune die Anschaffung von Lastenrädern. Als Ansprechpartner im Rathaus steht Thomas Linßen per E-Mail unter Thomas_linssen@straelen.de oder telefonisch unter 02834-702414 zur Verfügung.

Gewerbetreibender in NRW haben im Programmbereich „Emissionsarme Mobilität“ des Förderprogramms zur Energiewende progres.nrw die Möglichkeit bis zu 30 % der Anschaffungskosten für ein elektrisches Lastenfahrrad erstattet zu bekommen, maximal jedoch 2.100 €.
Nähere Details und Antragsunterlagen gibt es auf
https://www.bra.nrw.de/energie-bergbau/foerderinstrumente-fuer-die-energiewende/foerderung-von-elektrischen-lastenfahrraedern

Auch der Bund fördert die Anschaffung von Transporträdern und Transportanhängern, aber nur mit 25 % der Anschaffungskosten. Antragsberechtigt für eine Förderung sind hier private Unternehmen unabhängig von ihrer Rechtsform (einschließlich Genossenschaften) und der Art ihrer Tätigkeit (einschließlich freiberuflich Tätigen), Unternehmen mit kommunaler Beteiligung, Kommunen (Städte, Gemeinden, Landkreise), Körperschaften / Anstalten des öffentlichen Rechts (z.B. Hochschulen) sowie rechtsfähige Vereine und Verbände.
https://www.bafa.de/DE/Energie/Energieeffizienz/E-Lastenfahrrad/e-lastenfahrrad_node.html

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Gewinner des Kunstwettbewerbes „fahrART“ stehen fest

Logo fahrARTDer von der LEADER-Region Leistende Landschaft ausgelobte Kunstwettbewerb „fahrART“ ist entschieden. Die Künstlerinnen und Künstler, die in der zweiten Phase des Wettbewerbs ihre Realisierungsentwürfe einreichten, hatten die Chance sich absoluten Fachleuten vorzustellen. Für die Jury konnten Mitglieder mit großer Expertise gewonnen werden: Brigitta Heidtmann, BBK Niederrhein, Dr. Ingrid Misterek-Plagge, Kulturraum Niederrhein, Valentina Vlasic, Museum Kurhaus Kleve und Dr. Stephan Mann, Museum Goch.
Die Jury unter Leitung des Kurators Wilko Austermann hat je Kommune 2 Entwürfe von Künstlerin-nen/Künstler für Skulpturen und 2 Entwürfe für die Aufenthaltsräume ausgewählt:

Geldern: Christian Theiß, Chloé Royer, Benjamin Zuber, Thimo Franke
Kevelaer: Clemens Botho Goldbach, Vera Lossau, David Rauer, Kai Richter
Nettetal: Ulrike Kessl, David Hahlbrock, Pfeifer & Kreutzer, Evangelos Papadopoulos
Straelen: Christian Keinstar, Paul Schweer, Klaus Schmitt, Katja Tönnissen

„Wie die Auswahl zeigt, hat die Region hat für diesen Wettbewerb ein qualitativ hochwertiges Bewerberfeld gewinnen können“, so Dr. Stephan Mann. Der Kunstwettbewerb rief alle Künstler dazu auf, sich mit dem Thema Landschafts- und Kulturraum an Niers und Nette („typisch Niederrhein“) auseinanderzusetzen und eine künstlerische Idee zu den vorgegebenen Orten einzureichen. „Einige der ausgewählten Entwürfe sind provokant, andere frech, frisch und modern und wieder andere vermitteln einen leichteren Zugang zur Kunst“, beschreibt Wilko Austermann, Kurator des Projektes die getroffene Wahl.

Erste Vorarbeiten für die Installation der Kunstwerke laufen bereits in Geldern und Nettetal. Flächen werden abgesteckt oder es wird vor Ort entwickelt, welche Ausmaße das Kunstwerk annehmen soll.

Auch eine Dokumentation der ausgewählten Objekte wird in Kürze unter www.leader-leila.de/projects/fahrart eingestellt.

Die Ausstellung „fahrART“ (Eröffnung voraussichtlich im Mai 2021) zeigt Skulpturen entlang einer ca. 100 km langen Radroute zwischen Nettetal und Kevelaer, die sich am Knotenpunktsystem orientiert und die Kommunen der LEADER-Region verbindet.

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Spatenstich Skatepark Kevelaer

Spatenstich Skatepark Kevelaer

Mit dem symbolischen Spatenstich gestern hat die Bauphase für den Skatepark Kevelaer begonnen! Auf rund 600 m² entsteht ein Skatepark mit individuellem Design! Ende Mai soll das Gelände fertiggestellt sein.

Das Projekt geht auf Initiative von Schülern und Jugendlichen zurück. Vor 2 Jahren haben einige Skater ihre Idee dem Projektauswahlgremium der LEADER-Region vorgestellt und überzeugend dargelegt, dass ein Treffpunkt unabhängig von Vereinszugehörigkeit elementar ist für das Freizeitangebot in der Stadt. Gleichzeitig steht das Projekt auch für die LEADER-Idee der Vernetzung von Akteuren, einmal vor Ort, aber auch über die Stadtgrenzen hinweg. In einem überregionalen Kontext wird ein attraktives Angebot durch die Vernetzung von Skatebegeisterten und Skateanlagen in der Region wie Geldern, Sonsbeck und Nettetal (noch in Planung) geschaffen.

Für das 380.000-Euro-Projekt erhielt die Stadt Kevelaer Ende 2020 die Förderzusage für 250.000 € LEADER-Förderung. Das Projekt zeigt, wenn sich Jugendliche für ihre Stadt engagieren, kann auch etwas erreicht werden – Nachahmung empfohlen! 👍

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Onlineveranstaltung 14. Zukunftsforum Ländliche Entwicklung 2021

Das Zukunftsforum Ländliche Entwicklung 2021, welches normalerweise im Rahmen der Grüne Woche in Berlin stattfindet, wird in diesem Jahr als Onlineveranstaltung angeboten. Das Thema des diesjährigen Zukunftsforums lautet: Alles digital oder doch wieder „normal”? Neue Formen von Arbeit und Teilhabe als Chance für die Ländlichen Räume und findet am 20. und 21. Januar in digitaler Form statt. Es werden aktuelle Forschungsergebnisse, gute Beispiele und Lösungsansätze präsentiert.

Alle Inhalte des Zukunftsforums werden per Livestream auf die Veranstaltungs-Website https://www.zukunftsforum-laendliche-entwicklung.de/ übertragen und sind frei und ohne Passwort zugänglich. Ergänzend zu Online-Fachforen wird es ein Rahmenprogramm geben. Eine Übersicht über das vollständige Programm, den Programmflyer sowie die Startzeiten und weitere Details zu allen Fachforen finden Sie auf der Website verlinkt. In der E-Mail Ihrer Teilnahmebestätigung, können Sie mithilfe des hinterlegten Links einsehen, für welche Fachforen Sie sich angemeldet haben.

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