Autor: Ariane Grawe

LEADER-Region „Leistende Landschaft“ zieht Zwischenbilanz

Vor knapp drei Jahren schlossen sich die vier Kommunen Geldern, Kevelaer, Straelen und Nettetal zur LEADER-Region „Leistende Landschaft“ („LeiLa“) zusammen, um sich für die ländliche Entwicklung in der Region einzusetzen. Am gestrigen Abend zogen die Bürgermeister, die Mitglieder des Projektauswahlgremiums zusammen mit dem Regionalmanagment eine Zwischenbilanz über die Entwicklung der Projekte in der Region. Seit Gründung der LEADER-Region wurden 14 Projekte mit einem Volumen von 2,1 Millionen Euro entwickelt. Die meisten Projekte sind dabei im Handlungsfeld V: Tourismus und Freizeit angesiedelt. Im Rahmen des Bilanzworkshops wurden ebenfalls erfolgsfördernde und -hemmende Faktoren identifiziert und die Projekte auf ihre Strategiekonformität hin überprüft. Als Fazit lässt sich festhalten, dass durch LEADER einige Projekte in der Region verwirklicht werden konnten und somit LEADER einen wichtigen Beitrag zur Lösung regionsspezifischer Probleme, wie z.B. Artenerhalt oder Fachkräftemangel, darstellt. Die regionalen Entwicklungsziele sollen beibehalten und in der kommenden Förderperiode 2021-2027 weiter verfolgt werden.

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Veranstaltung „Neue Werte – Neues Arbeiten“

Das Kompetenzzentrum Frau und Beruf Niederrhein plant eine Veranstaltung zu dem Thema „Neue Werte – Neues Arbeiten“.  In vier Workshops können die Teilnehmer sich Ideen und Anregungen für die Umsetzung von neuen, flexiblen Arbeitsmethoden für ihr Unternehmen einholen.

Die Teilnahme ist kostenlos. Zeitlich bedingt kann jeder an zwei der vier Workshops teilnehmen. Anmelden bis Dienstag, 22. Oktober, unter
https://coworking-geldern.de/events. Veranstaltungsort ist der Anton-Roeffs-Saal in Geldern, Glockengasse 5, 3. OG.

Den genauen Ablauf und alle wichtigen Informationen hierzu können Sie dem unten stehenden Flyer entnehmen:

https://www.leader-leila.de/wp-content/uploads/2019/10/Flyer-Neue-Werte-Neues-Arbeiten_MAIL.pdf

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Wer macht die Arbeit von Morgen?

Mit dieser Frage beschäftigte sich die vierte Projektwerkstatt vom 12. September 2019. Wie gelingt es, junge Menschen über die Ausbildungsmöglichkeiten in unserer Region zu informieren sowie für eine Ausbildung in unserer Region zu gewinnen und Unternehmen und Ausbildungssuchende zusammenzuführen.
In dieser Projektwerkstatt wurden neue, innovative Projektideen vorgestellt, durch neue Impulse und Perspektiven weiterentwickelt und sollen nun auf den Weg gebracht werden.

Als Input stellt Simone de la Motte vom Agrobusiness Niederrhein e.V. die
„Jobbörse Agrobusiness Niederrhein“ vor. Mit Hilfe dieser Jobbörse können Bewerber nach einem geeigneten Job, einem Ausbildungsplatz oder nach einem Praktikumsplatz suchen. Zur Zeit sind dort 55 Unternehmen aus dem Bereich Agrobusiness aus der Region mit 87 offenen Stellen vertreten.

Roland Schiefelbein, Dr. Leo Gielkens und Monika Ioannidis vom Verein Base-L Nettetal e.V. stellten das Projekt „Hier bist du richtig“ vor. In dem Projekt geht es darum, kleine und mittelständische Unternehmen bei der Akquise von Fachkräften zu unterstützen und gleichzeitig Schülerinnen und Schülern einen Ausbildungs- /Arbeitsplatz zu vermitteln.

Das Ziel von BASE-L ist, dass jede Schülerin und jeder Schüler frühzeitig ein Berufsbild vor Augen hat und dieses auch nach dem Schulabschluss verwirklichen kann. Hierfür wurde in den vergangenen Jahren ein Konzept zur strukturierten Berufsorientierung in Zusammenarbeit mit der Schule ab Klasse 7 entworfen und eingeführt. Die Schülerinnen und Schüler werden durch ein persönliches Coaching bei der Erarbeitung ihres Berufsziels, der erfolgreichen Ausbildungsplatzsuche und dem Start in eine Ausbildung und ein Duales Studium unterstützt. Base-L arbeitet bereits mit 5 Schulen und 70 Unternehmen aus Nettetal und Umgebung zusammen.

Ein weiteres Modell, um Schülerinnen und Schüler bei der Ausbildungsplatzsuche zu unterstützen, wurde von Sarah Thomas von der Niederrheinischen IHK vorgestellt. Gemeinsam mit den Städten Kleve und Emmerich am Rhein sowie den Gemeinden Bedburg-Hau und Kranenburg hat die Niederrheinische IHK das Klever Schulmodell eingerichtet. Hierbei werden Schülerinnen und Schüler der Abschlussklasse 10 beim Übergang von der Schule in den Beruf unterstützt. Das Klever Schulmodell besteht aus mehreren Bausteinen, wie z.B. die Durchführung von Workshops in Schulklassen zur Stärkung der Berufsorientierung oder Einführung in den Bewerbungsprozess und Vorstellungsgespräche. Aber auch außerhalb des Klassenzimmers wird das Klever Schulmodell umgesetzt. So organisiert die Niederrheinische IHK Betriebsbesichtigungen oder Azubi-Speed-Datings, damit die Schülerinnen und Schüler schon früh Kontakte zu heimischen Unternehmen knüpfen können.

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Heimatförderung in die LEADER-Region holen

Großes Interesse weckte die Informationsveranstaltung zur Heimatförderung am 14. Mai, zu welcher der stellvertretende Leiter der Stabsstelle Heimat Dr. Johannes Mehlitz eingeladen war. Über 60 Interessierte aus der gesamten LEADER-Region waren gekommen, um aus erster Hand zu erfahren wie sie die Heimatförderung für ihre Projekte beantragen können. Zunächst wurden die fünf Bausteine des Förderprogramms vorgestellt. Insbesondere der Heimat-Scheck erfreue sich großer Beliebtheit, da dieser online und relativ unbürokratisch beantragt werden könne. Bisher seien für den Heimat-Scheck seit Einführung des Programms im August 2018 bereits über 1700 Anträge allein für NRW eingegangen. Mit dem Heimat-Scheck sollen kleine, häufig spontane Ideen mit 2.000 EURO gefördert werden. Hier sind Projekte denkbar wie die Herausgabe einer Publikation zur Lokalgeschichte oder die Renovierung eines Bürgertreffs. Mit dem Heimat-Preis können Kommunen und Kreise Organisationen bzw. Projekte auszeichnen. Heimat-Werkstätten sollen Menschen miteinander ins Gespräch bringen über das, was ihre Heimat prägt und ausmacht. Der Heimat-Fond unterstützt die Spendenakquise von Vereinen und Initiativen. Im Rahmen des Heimat-Zeugnisses können Maßnahmen zur Erhaltung und Pflege von Bezugspunkten mit lokaler Identifikation, wie z.B. prägende Bauwerke oder Gebäude gefördert werden.

Anschließend gab es noch viele Fragen aus dem Publikum zu konkreten Projektideen, die Herr Dr. Mehlitz gern und ausführlich beantwortete.

Die Broschüre mit allen Fragen und Antworten zu dem Förderprogramm finden Sie auch unter: https://www.mhkbg.nrw/sites/default/files/media/document/file/Heimatfoerderung_FAQ_20190503_0.pdf

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Dritte Projektwerkstatt sorgt für regen Austausch von Projektideen

Bei der dritten Projektwerkstatt, welche am 13. Mai 2019 statt fand, hatten die Teilnehmer die Gelegenheit ihre neuen Projektideen vorzustellen, zu diskutieren und so Verbesserungsvorschläge von außen zu bekommen. Die Projektwerkstatt stand unter dem Leitthema „Orte der Begegnung – Verbindung von sozialen, kulturellen, kirchlichen Zwecken“. Hierbei ging es um neue Konzepte für eine veränderte oder ergänzende Nutzung von zentralen Orten und Begegnungsräumen.

Im Rahmen eines Input-Vortrages stellte Maria Sander zusammen mit Maria Derksen von der Kirchengemeinde Kehrum ihr revolutionäres Raumkonzept vor, mit dem sie bereits den Preis der Wüstenrot-Stiftung im „Land und Leute“-Wettbewerb gewonnen haben. Hier wurde ein Teil der katholischen Kirche Kehrum mit Hilfe einer Glaswand abgetrennt, so dass sich ein neuer Raum innerhalb der Kirche ergab. Dieser Raum wird als Pfarrheim genutzt. Die Idee, das Pfarrheim in die Kirche zu integrieren, stammt aus den USA. Die Teilnehmer waren von der Idee begeistert, da dies der Kirchengemeinde eine neue Möglichkeit bietet, mehr Menschen für die Kirche und so für die Gottesdienste zu gewinnen.

Willi Kelders und Paul Lambert vom Heimatverein Lüllingen präsentierten ihre Idee, die „Alte Schule“ in Lüllingen, welche zur Zeit von der Feuerwehr genutzt wird, zu einem Informations- und Begegnungszentrum umzubauen. Das Informations- und Begegnungszentrum soll die mehr als 200-jährige Geschichte der „Alten Schule“ (Einzugsbereich v.a. Kevelaer, Twisteden, Walbeck) und die besondere Prägung Lüllingens als erste Mustersiedlung des Gartenbaus (seit 1929) zeigen. Die „Alte Schule“ soll jedoch nicht nur als reines Museum fungieren, sondern auch ansässigen Gartenbaubetrieben als Seminarraum dienen. Dorfbewohner und Vereine sollen die umgebauten Räumlichkeiten als Begegnungsort nutzen. Die Teilnehmenden lobten die Idee, merkten aber auch an, dass die Ausstellung über die Entwicklung des Gartenbaus auf innovative und ansprechende Weise erfolgen sollte, um möglichst viele Schulklassen und Touristen anzuziehen.

Für das Projekt „Gemeinsam mehr Raum“ stellten Torsten Zerres vom Deutschen Roten Kreuz Nettetal, Dietmar Hollmann und Sandra Hollmann von den Pfadfindern Nettetal ein Raumkonzept für die gemeinsame Nutzung eines DRK-Hauses in Nettetal vor. Da das DRK Nettetal unter akutem Raummangel leidet, soll ein Gebäude so konzipiert werden, dass mehrere Organisationen gleichzeitig in den Räumlichkeiten z.B. Versammlungen, Bürotätigkeiten, Workshops oder Schulungen durchführen können. Geplant ist, dass das Gebäude vom Deutschen Roten Kreuz, den Pfadfindern, dem Jugendamt der Stadt Nettetal und dem Stadtsportverband Neuland genutzt werden soll. Durch die gemeinsame Nutzung der Räumlichkeiten soll ein regionales Netzwerk entstehen und Synergien genutzt werden.

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Info-Veranstaltung Heimatförderung am 14.05.2019

„Heimat. Zukunft. Nordrhein-Westfalen. Wir fördern, was Menschen verbindet.“ So hat das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen das Landesförderprogramm zur Förderung und Stärkung unserer vielfältigen Heimat in Nordrhein-Westfalen überschrieben.

Im Rahmen eines kurzen Vortrags mit abschließender Fragerunde wird Dr. Johannes Mehlitz, stellvertretender Leiter der Stabsstelle Heimat des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung (MHKBG) des Landes Nordrhein-Westfalen, das Programm zur Heimatförderung vorstellen. Die Heimatförderung ist für Initiativen und Projekte, die die lokale und regionale Identität und Gemeinschaft und damit Heimat stärken, gedacht.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen! Die Informationsveranstaltung findet am 14.05.2019 um 18:00 Uhr im Bürgerforum im Rathaus in Geldern statt. Die ausführliche Einladung finden Sie hier. Um Anmeldung wird gebeten: info@leader-leila.de.

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Informationsveranstaltung „AGRI-FunTour“

Am 10.04.2019 luden die Landfrauen Straelen Ingrid Berghs-Trienekens und Marita Rattmann die umliegenden Betriebe und Höfe zu einem Informationsabend auf dem Permeshof in Straelen ein. Dort stellten sie ihr Konzept für einen landwirtschaftlichen Inforadweg vor. Auf die Idee für eine interaktive Höfetour seien sie durch den Erfolg der „Green City Tour“ im vergangenen Jahr gekommen. Nun wollen die Landfrauen Straelen einen ganzjährigen Informationsradweg namens AGRI-FunTour gestalten und so den Menschen den modernen Gartenbau und die Landwirtschaft in der Region näher bringen. Mit dem Infoabend wollten Ingrid Berghs-Trienekens und Marita Rattmann die anwesenden Landwirte und Gartenbauer dazu animieren, ihren Betrieb bzw. Hof auf der Route des Informationsradweges als einzelnen Haltepunkt zu platzieren. Teilnehmende Betriebe könnten so die Bekanntheit ihres Betriebes erhöhen und vorbeifahrende Radfahrer als Kunden gewinnen. Gleichzeitig werden die teilnehmenden Betriebe Teil eines Netzwerkes und können sich untereinander austauschen.

Zum Infoabend der Landfrauen Straelen kamen viele interessierte Landwirte und Gartenbauer aus der Region.

Sie wollen Werbung für Ihr Unternehmen oder Ihre Organisation auf der AGRI-Fun-Route positionieren? Dann übernehmen Sie eine Patenschaft und werden Sie Teil dieses Projektes!

Den Flyer mit den verschiedenen Angeboten zur Übernahme einer Patenschaft finden Sie hier:

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Erfolgreiche Mitgliederversammlung

Am 04.04.2019 fand die insgesamt vierte Mitgliederversammlung des Vereins „Leistende Landschaft e.V.“ im Rathaus in Nettetal statt. Nach einer Begrüßung durch den Bürgermeister, Herrn Christian Wagner, führte die stellvertretende Vorsitzende Frau Margret Voßeler-Deppe durch die Versammlung. Anwesend waren außerdem 20 Vereinsmitglieder, Marcus Wiemann, Steuerberater der Beratungsgesellschaft Beyer, Janas, Wiemann & Partner, der die steuerlichen Angelegenheiten des Vereins betreut und die Vertreter der drei LEADER-Projekte, die im letzten Jahr von der Bezirksregierung bewilligt wurden.

Frau Voßeler-Deppe berichtete über personelle Veränderungen innerhalb des Vereins. So verstärkt seit Mitte Februar Ariane Grawe das Regionalmanagement.

Frau Neu präsentierte die Entwicklung der LEADER-Region im Jahr 2018 kurz in Zahlen zusammen und stellte die Projekte vor, die das Projektauswahlgremium im abgelaufenen Jahr genehmigte.

Im Anschluss wurde von drei Vertretern über den aktuellen Stand ihres jeweiligen LEADER-Projektes berichtet.

  • „Unser Dorf ist stark durch Vielfalt“, Saskia Elders, Caritasverband Geldern Kevelaer e.V.
  • „Umweltbildung für alle – Inklusion inklusive“, Monika Hertel, NABU-Naturschutzzentrum Gelderland
  • „Steigerung der Biodiversität auf landwirtschaftlichen Flächen“, Peter Gräßler, LWK

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung führte Frau van der Beek-Optendrenk einige Vereinsmitglieder durch das historische Lobberich.

                                         

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PAG beschließt zwei neue regionale Projekte

Das Entscheidungsgremium der „Leistenden Landschaft“, kurz PAG, hat in seiner 10. Sitzung zwei neue Projekte beschlossen und LEADER-Mittel von rund 261.657 Euro freigegeben.

Für die Entstehung eines neuen Parkour und Skateparks auf dem Gelände des Schulzentrums der Wallfahrtsstadt Kevelaer wurden Mittel in Höhe von 195.000 Euro aus dem LEADER-Budget freigegeben. Projektträger ist die Wallfahrststadt Kevelaer. Das Projekt wurde von dem Jugenddezernenten Herrn Marc Buchholz vorgestellt. Die Idee für eine neue Anlage kam von den Kindern und Jugendlichen selbst. Sie sahen großen Bedarf, da die bisherige Skateanlage kaum mehr nutzbar sei. Es soll eine neue Anlage in zentraler Lage entstehen. In zwei Workshops sollen die Anforderungen und Bedürfnisse der Skater an eine neue Anlage mit den Kindern und Jugendlichen selbst erarbeitet werden. Für die neue Skateanlage wird eine bestehende Infrastruktur, die sich auf dem Schulgelände in Nähe zu einem Kleinspielfeld und einem Jugendzentrum befindet, genutzt.

Die Idee der Einrichtung eines ganzjährig angelegten interaktiven Informationsradweges überzeugte das PAG für das Projekt „AGRI-Fun – mit Herz und Hand dabei“ 66.657 Euro freizugeben. Der Radweg soll eine Verbindung von Landwirtschaft (Mensch-Kultur-Betrieb), Verbraucherbildung und Tourismus in der Region schaffen.  Marita Rattmann und Ingrid Berghs-Trienekens stellten das Projekt des Rheinischen Landfrauenverbands e.V. Straelen vor und machten den Entwicklungsprozess von der Idee bis zum Projekt deutlich. Zuvor wurde von Studierenden der Hochschule Rhein-Waal eine Marketingstrategie mit Flyern und Broschüren erarbeitet. Als Nächstes sollen im Rahmen einer Informationsveranstaltung landwirtschaftliche Höfe und Betriebe zur Teilnahme motiviert werden.

Daneben wurden weitere innovative Projekte vorgestellt, die in der nächsten PAG-Sitzung am 22.05.2019 zur Entscheidung vorgelegt werden sollen.

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Kick-Off für LWK-Projekt – Biodiversität geht alle an!

Einen Vormittag mit Input-Vorträgen und Diskussion u.a. zur Agrarstruktur sowie zur Situation des Natur- und Artenschutzes am Niederrhein, insbesondere in der Region „Lei.La“, haben zahlreiche relevante Akteure aus Landwirtschaft, Naturschutz und Verwaltung auf Einladung der Landwirtschaftskammer NRW (LWK) im Versuchszentrum Gartenbau in Straelen erlebt. Anlass war der Projektauftakt zur LEADER-Maßnahme der LWK, die für die Laufzeit von drei Jahren die Projektstelle eine Biodiversitätsberaters fördert. Seit Oktober 2018 ist der Agrarwissenschaftler Peter Gräßler mit Dienstsitz in Straelen als regionaler Ansprechpartner zum Thema Biodiversitätsmaßnahmen für die rund 500 landwirtschaftlichen Unternehmen in der Region tätig. Einigkeit besteht: „Biodiversität geht alle an!“

Der Vorsitzende der LEADER-Region und Bürgermeister der Wallfahrtsstadt Kevelaer, Dr. Dominik Pichler, lobte den kooperativen Projektansatz der Zusammenarbeit zwischen praktizierenden Landnutzern vor Ort und den am Natur- und Artenschutz beteiligten Akteuren. Auch die Kommunen und der Kreis Kleve, die das Projekt (förderfähige Gesamtprojektkosten rund 250.000 Euro) mit insgesamt rund 62.000 Euro unterstützen, „bekennen“ sich zum Thema. So habe das Projektauswahlgremium in seiner letzten Sitzung LEADER-Mittel für ein weiteres Blühstreifenprojekt auf kommunalen Flächen freigegeben, das die vier Mitgliedskommunen auf freiwilliger Basis entwickeln und fördern.

Die Kreislandwirte Bärbel Buschhaus (Kreis Kleve) und Paul-Christian Küskens (Kreis Viersen) betonten unisono, dass Naturschutz jedem Landwirt am Herzen liegt. Küskens Vision ist, dass „Biodiversität zwischen Daumen und Zeigefinger ankommt“ und Wertschöpfung aus Biodiversität für jeden Betrieb künftig selbstverständlich mitgedacht wird. Der Bezirksstellenleiter für Agrarstruktur, Dr. Christian Hoffmann, stellte die Besonderheiten der Agrarstruktur in der LEADER-Region heraus wie z.B. den hohen Anteil praktizierender Familienbetriebe und einen hohen Pachtflächenanteil mit vielfältiger Landnutzung. Mit eindrucksvollen Naturfotos unterlegte Abteilungsleiter Dr. Georg Verbücheln vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW seinen Vortrag zur Situation des Natur- und Artenschutzes am Niederrhein. Auch Verbücheln betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit zur Bewältigung von Herausforderungen des Artenerhalts. Schließlich stellte Biodiversitätsberater Peter Gräßler die Bausteine seiner einzelbetrieblichen Beratung vor.

Das Projekt wird auf den Winterversammlungen der Landwirtschaft weiter in die Fläche gebracht.

Aus der LEADER-Region nahmen neben den Projektpartnern die stellvertretende Vorsitzende, Margret Voßeler-Deppe, die kommunalen LEADER-Beauftragten Hans-Josef Bruns und Thomas Linßen sowie weitere kommunale Expertinnen und Experten aus dem Bereich Umwelt, Klima, Energie sowie interessierte Unternehmer und Bürger an der Veranstaltung teil.

Zum Projekt: http://https://www.leader-leila.de/projects/steigerung-der-biodiversitaet-auf-landwirtschaftlichen-flaechen/

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