Autor: Ute Neu

Projektwerkstätten unterstützen Projektentwicklung

Ideen und Anregungen willkommen! Mehr als zwei Stunden haben Projektträger und LEADER-Interessierte bei der ersten Projektwerkstatt im Waldfreibad Walbeck engagiert und motiviert über neue LEADER-Projekte diskutiert. Schwerpunktthema waren innovative Bewegungsprojekte aus dem Handlungsfeld „Tourismus und Freizeit“. Neben Friedhelm Lange stand mit Sebastian Schneider vom Institut für Sportmanagement und Sportmedizin der Hochschule Koblenz ein ausgewiesener Experte für innovative Bewegungskonzepte und -strategien als Diskutant zur Verfügung.

ENNIE – Entdeckung Niederrhein.
Benedikt May und Friedhelm Lange vom Bäderverein Waldfreibad Geldern präsentierten ihre Idee „ENNIE – Entdeckung Niederrhein. Erspüren – Entdecken – Erfahren“. Die Philosophie hinter dem Bewegungskonzept ist die Vernetzung verschiedener Freizeiteinrichtungen in der Region durch mobile Angebote unter Einbeziehung der kulturräumlichen Besonderheiten. May verwies auf den Trend, unabhängig von Ort und Zeit aktiv sein zu wollen. „Der Nutzer gibt vor, was attraktiv ist“, so May. Neben einem stationären, frei zugänglichen Erholungspunkt „Grüne Pause“ am Waldfreibad mit verschiedenen generationenübergreifenden Angeboten (z.B. Sitzgelegenheiten, Barfußpfad, Schwebebalken, Boule Bahn etc.) sollen eine Fahrrad-Servicestation, ein Geocache-Angebot sowie ausleihbare Übernachtungsangebote mit LEADER realisiert werden. Auch Bewegungs-Rucksäcke sollen in der Region zum Einsatz gebracht werden. Diskutiert wurden insbesondere Chancen und Herausforderungen eines Verleihsystems. Das Angebot des Waldfreibades umfasst aktuell neben dem Schwimmen 20 verschiedene Sport- und Bewegungsangebote.

Parkour & Skatepark Kevelaer
Marc Buchholz, Beigeordneter der Wallfahrtsstadt Kevelaer, stellte die Projektidee „Parkour & Skatepark Kevelaer“ (PKS) auf dem Schulzentrum an der Hüls vor. Angestoßen wurde die Idee von Kevelaerer Jugendlichen und der Skatercommunity vor Ort. Die Teilnehmenden lobten den Bottom-up-Ansatz und die zur Projektentwicklung geplante Beteiligung der Jugendlichen.

Sinnespfad
Prävention und die Arbeit mit dem eigenen Körpergewicht standen auch bei der dritten Projektvorstellung von Michelle Bruckmann vom Kreissportbund Kleve (KSB) im Mittelpunkt. Am neuen Sporthaus des KSB soll auf einer Länge von 70 Metern ein Sinnespfad für alle Generationen entstehen. Auch bei diesem Projekt konnte die Ansprechpartnerin wertvolle Anregungen mitnehmen.

Die Teilnehmenden begrüßten in der Feedback-Runde das Format, da es die öffentliche Diskussion mit dem Ziel stärkt, Projekte regional weiterzuentwickeln und Netzwerke zu schaffen.

Projektwerkstatt
Mit dem neuen Format der Projektwerkstatt soll Projektträgern stärker als bisher die Möglichkeit gegeben werden, ihr Projekt der Öffentlichkeit vorzustellen und gemeinsam mit anderen „Regioaktiven“ kreativ und interdisziplinär weiterzuentwickeln. Die Projektwerkstätten dienen der Vorbereitung der Sitzungen des Projektauswahlgremiums.

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Mitgliederversammlung 2018

Linßen übergibt Vereinsvorsitz der „Leistende Landschaft“ an Pichler

Geldern. Die LEADER-Region „Leistende Landschaft“ (Geldern, Kevelaer, Nettetal, Straelen), kurz Lei.La, hat in ihrer Mitgliederversammlung in Geldern einstimmig Dr. Dominik Pichler zum neuen Vorsitzenden gewählt. Als stellvertretende Vorsitzende wurde die Präsidentin der Rheinischen Landfrauen, Margret Voßeler, bestätigt; ebenfalls wiedergewählt wurde Wilfried Bosch als Schatzmeister. Nach seiner mehr als zweijährigen Amtszeit als ehrenamtlicher Vereinsvorsitzender übergab der Straelener Bürgermeister Hans-Josef Linßen den Staffelstab an seinen Kevelaerer Kollegen. „Wir haben den Durchbruch in der Projektumsetzung geschafft und die Region strategisch neu aufgestellt. Die große Kontinuität in der Besetzung des Projektauswahlgremiums spiegelt die gute Atmosphäre und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedskommunen, aber vor allem zwischen öffentlichen Partnern, Wirtschafts- und Sozialpartnern und der Bürgerschaft wider,“ sagte Linßen.

Die Mitgliederversammlung stimmte zudem über eine inhaltliche Erweiterung der Regionalen Entwicklungsstrategie ab, um das Thema der medizinischen Versorgung als regionales Entwicklungsziel in der Strategie zu verankern. „Die Sicherung der Daseinsvorsorge, insbesondere der Gesundheitsversorgung ist vor dem Hintergrund des demografischen Wandels ein wichtiger Ansatzpunkt, wenn es um die Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse geht“, so Pichler. „Wir wollen über LEADER die Möglichkeit schaffen, Ansätze zur Sicherung einer wohnortnahen und qualitativ hochwertig medizinischen Versorgung zu entwickeln.“

Neuerungen wird es auch in der Vereinsstruktur geben, die deutlich schlanker wird. Anstelle der handlungsfeldbezogenen Arbeitsgruppen werden zukünftig im Vorfeld der Sitzungen des Projektauswahlgremiums (PAG) Projektwerkstätten durchgeführt, die allen interessierten Bürgern offenstehen und abwechselnd in allen Kommunen tagen. „Wir wollen den LEADER-Gedanken so breit wie möglich streuen“, so Pichler. „Aus unserer Sicht sind gemeinsame Projektwerkstätten geeignet, sowohl regionale Experten als auch die Bürgerschaft an der Entwicklung und Umsetzung von Projekten zu beteiligen.“

Als regionale Experten wählte die Mitgliederversammlung die bisherigen Sprecher der Arbeitsgruppen Martin Brandts, Monika Hertel, Dr. Andreas Henseler und Friedhelm Lange in das PAG. Mit der Wahl von Gerrit Hermans vom Caritas-Verband Geldern-Kevelaer konnte erstmals auch ein Experte für das Handlungsfeld „Zusammenleben und Soziale Prävention“ gewonnen werden. Als Vertreterinnen der Bürgerschaft wurden Greta van der Beek-Optendrenk, Beate Clasen, Claudia Kurfürst und Dr. Anke Schirocki gewählt. Die Kommunen werden durch Tim van Hees-Clanzett, Hans-Josef Bruns, Roswitha Karallus und Thomas Linßen vertreten. Hans-Josef Linßen, Christian Wagner und Fabiano Pinto werden künftig nicht mehr dem PAG angehören.

Bild: Turnusmäßiger Wechsel im Vorstand der LEADER-Region Leistende Landschaft: Die Mitgliederversammlung wählte den Kevelaerer Bürgermeister Dr. Dominik Pichler (l.) zum neuen Vereinsvorsitzenden und Nachfolger des Straelener Bürgermeisters Hans-Josef Linßen (r.) und bestätigte die Präsidentin der Rheinischen Landfrauen, Margret Voßeler, als stellvertretende Vorsitzende und Wilfried Bosch als Schatzmeister.

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Ankündigung Green City Tour

Green City Tour Straelen – 100 Jahre Versuchsanstalt Gartenbau

Am Sonntag, 16. September, dreht sich alles um den Gartenbau – die Versuchsanstalt für Gartenbau feiert 100. Geburtstag.

Die erste Green City Tour in Straelen startet anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Versuchszentrums Gartenbau in Straelen.  Veranstalter ist das Stadtmarketing Straelen unter der Schirmherrschaft des Bürgermeisters Hans-Josef Linßen.

Eine 25 Kilometer lange Fahrradroute und eine Autoroute leiten die Besucher zu sieben Gartenbaubetrieben in der Blumen- und Gemüsestadt. Jede Station kann natürlich auch eigenständig zwischen 10.00 und 17.00 Uhr besucht werden. Die Teilnahme ist selbstverständlich kostenlos.

Die Green City Tour bietet hier die Möglichkeit sich vor Ort über die Betriebe zu informieren und die wunderschöne Region rund um Straelen mit dem Rad oder Auto zu erkunden. Die Betriebe öffnen ihre Türen und zeigen Besuchern die Zucht sowie den Anbau von Blumen und Gemüse. Außerdem plant jeder Betrieb eine Vielzahl an Attraktionen für Kinder und Erwachsene, unter anderem wird es eine Hüpfburg geben, Vorführung der Maschinen und Touren durch die Betriebe. Natürlich wird auch kulinarisch einiges geboten.

Die ausgeschilderte Fahrradroute führt überwiegend über verkehrsarme Wirtschaftswege und ist für alle Fahrradtypen geeignet. Die offizielle Eröffnung findet am Sonntag, 16. September um 10.00 Uhr in der Versuchsanstalt Gartenbau auf der Hans-Tenhaeff-Straße statt.

Neben dem Versuchszentrum Gartenbau, öffnen sechs weitere Betriebe ihre Pforten. Wans Roses (Woltersberg 6) wird über die Ernte und Verpackung von Rosen informieren. Bei Gerbera van Megen (Arcener Straße 11) kann ein Blick in die Aufbereitung der Gerberas mit der Bündelmaschine geworfen werden. Bei Futura Flower (Holter Feld 2) gibt es einen umfangreichen Einblick in die Züchtung und Vermehrung der Heidepflanzen. Bei Bosch-Plants (Dorfstraße 29) stehen Christrosen, Gartennelken und Weihnachtssterne im Mittelpunkt. Paul, Marcel und Jolanda van den Broek (Hochheid 4) informieren rund um die Tomate. Bei BT Gemüse (Hommespad 7) können die Besucher auf dem Feld neben Bonduelle in Hetzert einen Blick in die Kohlrabi-Ernte werfen und sich an der Salatbar stärken.

„Mit der Green-City-Tour wollen wir das wirtschaftliche Standbein unserer Stadt, den Gartenbau präsentieren und nachhaltig Betriebe und Besucher näher zusammenbringen“, so Wirtschaftsförderer Uwe Bons. „Wir möchten zeigen, dass unsere Betriebe modern aufgestellt sind und gute Arbeitsplatzchancen bieten.“

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie unter www.green-city-tour.de sowie in den Sozialen Medien, bei Facebook und Instagram, unter dem Namen „Green City Tour“. Hier gibt es auch den Routenflyer mit allen Infos zum Downloaden.

Weitere Informationen gibt es bei Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung Straelen, Telefon: 02834/ 702-210, E-Mail: wfg@straelen.de .

 

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Für St. Bernardin Projektstelle in der Umweltbildung besetzt

Sabine Kotzan ist seit Anfang März zuständig für die Umsetzung des mit LEADER-Mitteln und Mitteln der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW geförderten Kooperationsprojekts „Umweltbildung für alle – Inklusion inklusive!“ beim NABU Kreisverband Kleve. Die studierte Landschaftsökologin hat viel Erfahrung in der Umweltbildung, u.a. hat sie für den NABU Münster bereits ein Gartenprojekt geleitet. Zu ihren Aufgaben gehören die Konzeption und Durchführung von Veranstaltungsformaten, die Vernetzung mit anderen Akteuren in der Region und die Weiterentwicklung des „Schaubauerngartens für „vergessene Gemüsesorten“ an der Wohnanlage St. Bernardin (Sonsbeck-Hamb/Ortsrand Geldern-Kapellen).

Als ausgebildete Gartentherapeutin sieht sie in der Parkanalage von St. Bernardin ein großes Potenzial für die Planung und Durchführung von Veranstaltungen für Menschen mit und ohne Behinderungen. Dazu gehört auch die Beratung externer Träger einschließlich der gemeinsamen Umsetzung von inklusiven Konzepten. Eine Besonderheit des Projektes ist, dass die beiden NABU-Kreisgruppen Kleve und Wesel in enger Zusammenarbeit die Umweltbildung in den benachbarten LEADER-Regionen vorantreiben wollen. Im Rahmen des Projektes sollen inklusive Umweltbildungs- und Naturerlebnisangebote zu unterschiedlichen Themen und für verschiedene Zielgruppen in der Parkanlage der CWWN-Wohnanlage St. Bernardin in Sonsbeck-Hamb und in weiteren Park- und Gartenanlagen entwickelt und durchgeführt werden.

Frau Kotzan pendelt derzeit noch von Münster nach Geldern-Kapellen. Dort ist sie im Büro des NABU Kreisverbands Kleve am Kapellener Markt erreichbar. Seit wenigen Tagen ist sie donnerstags nachmittags regelmäßig im ca. 1 km entfernten Garten von St. Bernardin anzutreffen, den sie – unterstützt durch eine ehrenamtliche Gartenhelfergruppe und die Gärtner der CWWN-Wohnanlage – weiterentwickelt. Gerade sind verschiedene Sorten besonderer Saatkartoffeln eingetroffen, die nun vorkeimen, um Ende April in den Boden zu kommen. Die Aufräumarbeiten in den Beeten und die Planungen zum diesjährigen Schwerpunkt „naturnaher Garten“ sind in vollem Gange.

Wir begrüßen Frau Kotzan in der „LEADER-Familie“ am Niederrhein, wünschen ihr viel Erfolg und Freude bei ihrer Tätigkeit!

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Arbeitsgruppe Tourismus tagte: Region braucht mehr Emotionen

Interessierte Mitglieder der Arbeitsgruppe „Tourismus und Freizeit“ unter Leitung von Friedhelm Lange und kommunale Touristikerinnen haben sich im Restaurant De Wittsee getroffen. Auf dem Gelände am De Wittsee findet am letzten Augustwochenende 2018 die LEADER-geförderte Veranstaltung der Stadt Nettetal „Genuss am See“ statt: Ein neues Familienevent mit starkem Regional- und Landschaftsbezug. Unter dem Motto „Mit allen Sinnen genießen“ wird ein breit gefächertes Programm aus Kulinarik, Kunst und Information für Jung und Alt dargeboten.

Nina Jörgens, Innovationsreferentin von Niederrhein Tourismus, führte mit einem Inputvortrag über Trends im Tourismus am Niederrhein qualifiziert in den Abend ein. Bedeutend sei es, mit touristischen Angeboten mehr Lust auf Emotionen zu machen. Dazu startet Niederrhein Tourismus ab April 2018 mit einem Markenbildungsprozess. Jörgens stellte weitere Projekte und Formate wie Heimat- und Innovationswerkstätten vor, die die regionale Tourismus-Dachorganisation in Zusammenarbeit mit Städten und Gemeinden, touristischen Leistungsanbietern und weiteren Partnern in den Kreisen Kleve, Viersen, Wesel und Heinsberg durchführt.

Neben der Möglichkeit der Unterstützung von LEADER-Projekten im Marketingbereich sollen Interessierte aus der Region künftig stärker über Angebote von Niederrhein Tourismus informiert werden.

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Gemeinsam für mehr Lebensqualität im ländlichen Raum

LEADER und VITAL in den Kreisen Kleve und Viersen unterzeichnen Kooperationsvereinbarung

„Nahversorgung, Ehrenamt und eine hohe Lebensqualität in einer vielfältigen Kulturlandschaft, das sind starke Argumente für eine Zusammenarbeit“, sagte der Vorsitzende der Region „Leistende Landschaft“ (Geldern, Kevelaer, Nettetal, Straelen), Hans-Josef Linßen, bei seiner Begrüßung anlässlich der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung LEADER-VITAL. Fünf Bürgermeister, die stellvertretende LEADER-Vorsitzende Margret Voßeler und Dr. Ansgar Reichmann, Leiter der Biologischen Station Krickenbecker Seen e.V. und Mitglied im Projektauswahlgremium von VITAL sowie die beiden Regionalmanagements nahmen an dem Termin im Infozentrum der Biostation in Nettetal teil.

Für die VITAL-Region (Brüggen, Niederkrüchten, Schwalmtal) bekräftigte der Schwalmtaler Bürgermeister, Michael Pesch, durch die Kooperation das bestehende Näheverhältnis der lokalen Akteure durch thematische Projektarbeit weiter stärken zu wollen. „Problemfelder machen nicht an kommunalen Grenzen halt“, so Pesch. Christian Wagner, Bürgermeister der Stadt Nettetal erläuterte, welchen Mehrwert die Kooperation bietet. Nettetal sei das „Scharnier“. Aber es gehe um mehr als die gebietsübergreifende, geographische Verknüpfung. „Wir sind ein starkes Bündnis mit Ausstrahlungswirkung!“ Dazu gehöre die Möglichkeit einer abgestimmten Projektentwicklung in einer gemeinsamen Struktur. Themen seien etwa die Versorgung und insbesondere die medizinische Versorgung oder Umweltthemen. Es gehe aber auch um den Erfahrungsaustausch über gute Praxisbeispiele und ihre Übernahme in LEADER/VITAL. Beispielhaft nannte Wagner das LEADER-Projekt „Steigerung der Biodiversität auf landwirtschaftlichen Flächen“ oder das Projekt „BaseL“. Das an der Städtischen Gesamtschule Nettetal entwickelte Bildungsforum für die Berufswahl, das über Patenschaften Schüler und Wirtschaft in Kontakt bringt, soll in Brüggen über VITAL gefördert werden.

Foto: LEADER-Vorsitzender Hans-Josef Linßen (vorne links), Schwalmtals Bürgermeister Michael Pesch (vorne rechts) mit den Bürgermeisterkollegen Dr. Dominik Pichler (Kevelaer, hinten links), Sven Kaiser (Geldern, 2.v.l.), Christian Wagner (Nettetal, r.), Dr. Ansgar Reichmann vom Projektauswahlgremium der VITAL-Region (Mitte) und Margret Voßeler, stellvertretende LEADER-Vorsitzende, bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung in Nettetal.

Foto: Stadt Nettetal

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Knoten durchgeschlagen: Über eine halbe Million Euro freigegeben

Das Projektauswahlgremium (PAG) der LEADER-Region „Leistende Landschaft“(Geldern, Kevelaer, Nettetal und Straelen) hat in seiner 6. Sitzung mehr als 550.000 Euro LEADER-Mittel für fünf regional bedeutsame Projekte freigegeben.

Genehmigung des vorzeitigen Maßnahmenbeginns für das Projekt „Umweltbildung für alle – Inklusion inklusive“

„Endlich ist der Knoten durchgeschlagen und wir können LEADER in die Fläche bringen,“ sagte der erste Vorsitzende Hans-Josef Linßen.

Auch die Bezirksregierung Düsseldorf hatte an diesem Abend gute Neuigkeiten im Gepäck. Mechthild Evelt-Neite überreichte Monika Hertel, Vorsitzende des Naturschutzbunds Kreisverband Kleve, die Genehmigung für die Personaleinstellung im Projekt „Umweltbildung für alle – Inklusion inklusive“ im vorzeitigen Maßnahmenbeginn. Dabei handelt es sich um ein Kooperationsprojekt zwischen den Regionen Lei.La und „Niederrhein: Natürlich lebendig!“.

Einstimmig beschloss das PAG die finanzielle Unterstützung der Projekte „Steigerung der Biodiversitätsmaßnahmen auf landwirtschaftlichen Flächen“ (LEADER-Mittel 162.500 Euro) und „Aktionsplan Route der Landschaftskultur und des Agrobusiness in der Region Lei.La“ (LEADER-Mittel 26.000 Euro).

Elisabeth Verhaag stellte dem PAG das Beratungs-Projekt der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen vor.
Um den Anteil von Natur- und Artenschutzmaßnahmen in der Landwirtschaft sichtbar zu erhöhen, soll eine kostenlose, passgenaue Beratung in der Region etabliert werden.

Vorstellung des Projektes „Steigerung der Biodiversitätsmaßnahmen auf landwirtschaftlichen Flächen“ durch Frau Verhaag. LWK

Neu ist der kooperative Ansatz, der sowohl Betriebe als auch die am Natur- und Artenschutz beteiligten Institutionen integrieren und einen beständigen, fachlichen und persönlichen Austausch über die Vielzahl möglicher Maßnahmen vor Ort gewährleisten soll. VieIfalt und Potenziale der Landwirtschafts- und Gartenbauregion stehen auch im Mittelpunkt des Projekts „Aktionsplan Route der Landschaftskultur und des Agrobusiness“. Dieses verfolgt das Ziel, für die Kulturlandschaft und das historische Erbe der Region prägende Orte und Themen herauszuarbeiten und einen Handlungsrahmen für weitere Maßnahmen zu schaffen.

Auf breite Zustimmung stieß der Antrag der Caritas Kevelaer-Geldern „Unser Dorf ist stark durch Vielfalt“ (LEADER-Mittel 228.909 Euro). Sogenannte Dorfintegrationsfachkräfte sollen die Integration von zugewanderten Arbeitsmigranten und Flüchtlingen und ihren Familien in mindestens fünf Ortschaften der LEADER-Region verantwortlich planen, organisieren und durchführen. Im Mittelpunkt des Projektes stehen die Förderung von Netzwerken und Maßnahmen zur Verbesserung der Bildungs- und Arbeitsmarktperspektiven sowie das gute Zusammenleben im Dorf.

Zur Stärkung des touristischen Profils der LEADER-Region stimmte das PAG den Projekten des Stadtsportverbands Straelen „Aktiv-Bewegungsparcours WasserStraelen“ (LEADER-Mittel 25.025 Euro) und dem provisorisch benannten Projekt
„Ganzheitlichen Lebens- und Sinnesgarten mit Erlebnischarakter“ (LEADER-Mittel 111.925 Euro) zu.

Mitglieder des PAG

Der Vorsitzende des SSV Straelen, Werner Terheggen, stellte die Ausstattung und das Nutzungs- und Kurskonzept für den Parcours aus sieben wartungsarmen, kostenfrei zugänglichen Edelstahlgeräten im Außenbereich des Fitnessbades vor. Der Kneipp-Verein Gelderland plant eine Parkanlage am Gelderner Krankenhaus, die sich in der Gestaltung an der ganzheitlichen Kneipp-Philosophie orientiert. Bausteine sollen ein naturnahes Tretbecken, Armbecken, ein Barfußpfad, Kräuterbeete und Ruhezonen sein.

Projektauswahlgremium, kurz PAG

In dem 15-köpfigen Entscheidungsgremium der LEADER-Region sitzen öffentliche und private Partner zusammen, die lokale Interessengruppen aus verschiedenen sozioökonomischen Sektoren der Region vertreten. Die Vereinssatzung sieht vor, dass mindestens 51 Prozent der Stimmen in den Auswahlentscheidungen aus dem nichtöffentlichen Bereich stammen. Die nächste PAG-Sitzung findet am 16. Mai 2018 statt.

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Auftakt zum Landfrauen-Projekt „Landwirtschaftlicher Inforadweg“

Gleich zwei in einem: Vernetzungstreffen und Marketing-Workshop zum Landfrauen-Projekt „Landwirtschaftlicher Inforadweg“

Zum Gedankentanken und einem ersten regionalen Austausch über die LEADER-Projektidee ganzjähriger „Landwirtschaftlicher Informationsradweg“ der Straelener Landfrauen haben sich Landfrauen aus den Vorständen des Bezirksverbands Geldern und des Kreisverbands Viersen sowie Landjugendliche aus verschiedenen Ortsverbänden im Festsaal Permeshof der Familie Beterams in Straelen getroffen.

 

Engagiert berichteten die beiden Vorstandsmitglieder des Landfrauenortsverbands Straelen, Ingrid Berghs-Trienekens und Marita Rattmann, über ihre Schritte von der Projektidee und die Einbringung in den LEADER-Prozess der „Leistenden Landschaft“, bis zu Exkursionen und zur Routenplanung in Straelen. Ihr Wunsch: Die Region und weitere Engagierte „mit ins Boot zu nehmen“. „Wir wollen das ganze Jahr erklären, was auf unseren Feldern wächst und zeigen, was wir tun“, so Rattmann. Berghs-Trienekens ergänzte: „Wir möchten so dazu beitragen, mehr Wertschätzung für unsere Arbeit und unsere regionalen Produkte zu erlangen.“ Dass dieses Anliegen viele heimische Familienbetriebe in der Region bewegt, machte die beeindruckende Zahl von Fähnchen auf einem Plan der Stadt Straelen deutlich. Diese stehen für dutzende Akteure aus Landwirtschaft, Gartenbau, Gastronomie und anderen Bereichen, die die Straelener Landfrauen für ihre Idee begeistern konnten.

„Wie kommt Frau von der Idee zum Produkt?“ und „Wie funktioniert eigentlich Marketing?“, darüber klärte „Marketeer“ Henning Janßen, Opleidingsmanager an der Fontys International Business School Venlo, die Teilnehmenden auf unterhaltsame Weise auf. Janßen führte die Multiplikatorinnen und Multiplikatoren am Beispiel von Schokoladensorten erlebnisreich und genussvoll in theoretische Grundlagen ein. Dabei gab er wertvolle Denkanstöße und Impulse für die nächsten Schritte der Projektentwicklung. Besonders ermutigte er die Landfrauen, Landesgrenzen zu überschreiten.

Im Austausch der Landwirtschaftsexpertinnen und -experten standen die Verbesserung des Verbraucherdialogs und die passgenaue Zielgruppen-Ansprache im Mittelpunkt. Darauf soll das LEADER-Projekt neue Antworten geben. Die Aktiven vereinbarten, die Projektentwicklung gemeinsam zeitnah fortzusetzen.

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Talk-Runde der LEADER-Regionalmanagerinnen mit Staatssekretär Bottermann auf der IGW

LEADER und Landvielfalt in starken ländlichen Räumen

Um Chancen und Perspektiven von LEADER sowie Leuchtturmprojekte und Mitmachstrukturen in den niederrheinischen LEADER-Regionen ging es beim Hallentalk mit Staatssekretär Dr. Heinrich Bottermann in Berlin. Dabei wurde deutlich: unsere ländlichen Räume sind geprägt von Vielfalt, Kompetenz und Engagement. Gelingende Vernetzung von Akteuren, innovative und integrierte Verbindung von verschiedenen Handlungsfeldern und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit in der Region gehören zum Erfolgsrezept von LEADER.

Der Gemeinschaftsstand der LEADER- und Vital-Regionen in der NRW-Halle greift die überregional bedeutsamen Themen Rad-Tourismus, Gartenbaukompetenz, Umweltweltbildung und Energiegewinnung auf.

LEADER bewegt, Landvielfalt verbindet. So war das Auftaktwochenende auf der Grünen Woche.

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Gutes und Nachhaltiges aus NRW beim Opening der NRW-Halle

Aussteller und zahlreiche Gäste aus der Heimat haben traditionell gemeinsam den Start der Grünen Woche in Berlin begangen. Aus der LEADER-Region trotzten dem Sturm die Bürgermeister Sven Kaiser, Geldern und Christian Wagner, Nettetal. Zusammen mit Umweltministerin Christina Schulze Föcking überzeugten sie sich von der Qualität regionaler Produkte, die im Mittelpunkt der Hallenpräsentation stehen. Am LEADER-Gemeinschaftsstand präsentieren wir unter dem Motto „Landvielfalt am Niederrhein – genießen.erholen.leben“ u.a. Bio-Kräuter und Blumen aus Straelen. Das ist LEADER: Vielfalt für Mensch und Natur!

Foto (v.r.): Christian Wagner(Bürgermeister Nettetal), Sven Kaiser (Bürgermeister Geldern), Ministerin Christina Schulze Föcking, Simone Schönell, Ulrich Francken (Bürgermeister Weeze), Thomas Görtz (Bürgermeister Xanten), Ute Neu

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