Autor: Anne van Rennings

Klimafreundlich mobil in der Region – Kostenloser Verleih von E-Lastenrädern gestartet

Die LEADER-Region „Leistende Landschaft“ (Lei.La) ermöglicht ab sofort in Nettetal, Straelen, Geldern und in der Wallfahrtsstadt Kevelaer die kostenlose Ausleihe von E-Lastenrädern. Gebucht werden kann online auf www.leihlastenrad.de.

Ein E-Lastenrad ist eine echte Chance, denn es bietet klimafreundliche, gesunde Mobilität im Nahbereich und geräumige Transportmöglichkeit zugleich und es trägt zur Lärmreduzierung in der Innenstadt bei. Damit ist das E-Lastenrad ein wichtiger Mosaikstein auf dem Weg zu zukunftsfähiger Mobilität im ländlichen Raum. Wer diese Vorzüge testen möchten, kann das jetzt unkompliziert tun: Dank des LEADER-Projektes „E-Lastenräder für die Kommunen“ stehen ab sofort in jeder der vier Lei.La-Kommunen je zwei der Räder zum kostenlosen Verleih zur Verfügung. Bis zu 7 Tage am Stück ist es so möglich die Praxistauglichkeit dieser Mobilitätsalternative im Alltag zu testen oder eines der Räder dann und wann für einen Tag, z.B. für einen Ausflug mit den Kindern oder für einen großen Einkauf zu buchen.

Von der Verkehrstüchtigkeit der angeschafften Räder überzeugten sich kürzlich die Projektbeteiligten in Straelen: Heinz-Theo Angevoort (Stadt Geldern), Mara Ueltgesforth (Wallfahrtsstadt Kevelaer), Musa Sahin (Stadt Nettetal), Thomas Linßen (Stadt Straelen) und in der Box Anne van Rennings (Projektleiterin bei der LEADER-Region „Leistende Landschaft“).

Alle Infos, Verfügbarkeit und Online-Buchung: www.leihlastenrad.de.

Das Verleih-Angebot wird möglich durch das Förderprogramm LEADER der Europäischen Union. Über den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums investiert hier Europa in die ländlichen Gebiete unter Beteiligung des Landes Nordrhein-Westfalen.

Mehr erfahren

Kleinprojekte 2022 – Zahlreiche Anträge eingereicht und vorberaten

Nach dem Aufruf zur Einreichung von Projektideen für die Kleinprojekte 2022 (Regionalbudget) im Januar haben uns zahlreiche interessante Anfragen, tolle Ideen und schließlich auch ein bunter Strauß an tatsächlichen Projektanträgen erreicht. Die Anträge wurden im April vom Projektauswahlgremium vorberaten. Ein abschließender Beschluss zur Förderung bestimmter Kleinprojekte in diesem Jahr musste jedoch vertagt werden, da die Mittelzuweisung für das Regionalbudget an die Regionen widererwarten noch nicht erfolgt ist.
Nach aktuellem Stand ist mit den positiv vorberatenen Projektanträgen das durch die LEADER-Region „Leistende Landschaft“ beantragte Budget jedoch ausgeschöpft. Weitere Anträge für Kleinprojekte können nicht mehr eingereicht werden. Mit der Zuweisung der Mittel an die Region wird im Sommer gerechnet. Die Antragssteller:innen sind über die Verzögerung informiert.

Mehr erfahren

Aufruf: Jetzt Projektidee für Regionalbudget 2022 einreichen

Neues Geld für kleine, aber feine Projekte: Regionalbudget bietet 80% Förderung, um aus Ideen Realität werden zu lassen

Nach dem großen Interesse an der Kleinprojekt-Förderung im letzten Jahr sucht die LEADER-Region „Leistende Landschaft e.V.“ ab sofort erneut Menschen aus der Region, die mit einem Kleinprojekt etwas bewegen und eine eigene Idee in die Tat umsetzen möchten.

Unterstützt werden können Maßnahmen und Anschaffungen, die die Ziele der LEADER-Region unterstützen und unsere Region als Lebens-, Arbeits-, Erholungs- und Naturraum sichern und weiterentwickeln helfen.

Die Bandbreite der Möglichkeiten reicht dabei von kleineren Infrastrukturmaßnahmen wie z.B. Bänken, Sitzgruppen, Hinweistafeln, Ausstattungen für Spiel- oder Mehrgenerationenplätzen, bis hin zu Ausstattungen und Einrichtungsgegenstände für z.B. Museen oder Dorfgemeinschaftshäuser, der Gestaltung von Begegnungsorten und Plätzen in den Ortschaften und noch Vieles mehr.
Anregungen für die Vielfalt der möglichen Ideen geben auch die 19 großartigen Projekte, die im letzten Jahr gefördert wurden. Wir freuen uns schon jetzt auf die Ideen für 2022!

Vereine, Verbände, Kommunen, Privatpersonen sowie Kleinstunternehmen sind antragsberechtigt und können sich um einen Zuschuss von 80% der förderfähigen Gesamtkosten (maximal 20.000 €) für ihre Projektidee bewerben.

Anträge können ab sofort bis zum 06. März 2022 beim Regionalmanagement eingereicht werden.

Den vollständigen Aufruf und alle Infos gibt es hier.

Mehr erfahren

Digitale Pinnwand „Lei.La-Padlet“ macht Mitwirkung möglich

Gemeinsam arbeiten wir in diesem noch jungen Jahr voller Energie weiter an der Neubewerbung als LEADER-Region. Wir freuen uns sehr, dass bereits soviele Menschen aus unserer Region die Möglichkeit nutzten eigene Ideen und Anregungen in diesen Prozess einzubringen. Was sind die Zukunftsthemen unserer Region? Diese Frage begleitet uns durch den Prozess der Neubewerbung mit dem Update unserer Regionalen Entwicklungsstrategie.

„Lei.La-Padlet“ – digitale Pinnwand ermöglicht weiterhin Mitwirkung

Die bisherigen Ideen und Themen aus dem Beteiligungsprozess haben wir für Sie im „Lei.La-Padlet“ zusammengestellt. Diese schon reich gefüllte digitale Pinnwand ist noch bis zum 20. Januar 2022 freigeschaltet und ermöglicht es Themen und Ideen zu kommentieren, zu bewerten und auch zu ergänzen.

Die digitale Pinnwand „Lei.La-Padlet“ finden Sie unter folgendem Link:
https://padlet.com/projaegt_gmbh/Beteiligung_LeiLa_Neubewerbung

Anregungen die bis zum 20.1. über das Padlet, per E-Mail oder telefonisch beim Regionalmanagement eingehen können für das Update der regionalen Entwicklungsstrategie noch Berücksichtigung finden.

Jugendbefragung erfolgreich abgeschlossen

Über 130 junge Menschen haben in dem Zusammenhang die Möglichkeit genutzt und sich an der Online-Befragung beteiligt, die bis einschließlich gestern lief. Die Gewinner der 4 ausgelobten Stadtgutscheine werden in Kürze ausgelost und persönlich informiert. Wir freuen uns sehr über diese wirklich großartige Beteiligung und sind schon jetzt gespannt auf die Auswertung.

Mehr erfahren

Weihnachtsgrüße und Einladung zur weiteren Mitwirkung

Regional-Info 3/2021 veröffentlicht:

Die aktuelle Ausgabe der Lei.La-Regional-Info lenkt den Blick auf den weiteren Prozess der Neubewerbung als LEADER-Region und lädt herzlich zur weiteren Mitwirkung ein. Dafür wurde ein Padlet erstellt, das als digitale Pinnwand Ideen und Macher:innen aus der Region zusammenbringen kann. Wir freuen uns auf Ihre Beteiligung.
Außerdem werden in der Regional-Info einige der in diesem Jahr erfolgreich umgesetzten Kleinprojekte vorgestellt. Auch im kommenden Jahr soll es diese Förderung wieder geben.

Das Lei.La-Regionalmanagement wünscht Allen ein ruhiges und besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit und richten gemeinsam den Blick nach Vorne auf viele wunderbare Projekte die noch vor uns liegen.

Das Büro des Regionalmanagements ist in der Zeit vom 24.12.2021 – 9.01.2022 nicht besetzt.

Mehr erfahren

Update der Lei.La-Strategie: Auch junge Menschen in der Region sind gefragt

Für die Neubewerbung als LEADER-Region gibt es einen umfassenden Beteiligungsprozess. Dank einer Online-Befragung können jetzt auch 12-25-Jährige aus der Region den Prozess mitgestalten und ihre Themen und Ideen einbringen.

Alle Infos zur Onlinebefragung und den Link zum Fragebogen gibt es auf www.leader-leila.de/jugendbeteiligung-zur-neubewerbung

Mehr erfahren

Voller Erfolg: Lei.La-Zukunftswerkstatt mit guten Ideen für die Region

Eine Region mit Potential + viele tolle Menschen + viele wichtige Themen = richtig viele gute Ideen

So lässt sich kurz die Lei.La-Zukunftswerkstatt zusammenfassen, die am Dienstag, 9. November in der bofrost*Halle in Straelen stattfand. Rund 70 Menschen aus allen Kommunen der LEADER-Region nutzten die Gelegenheit zum Austausch, zur Vernetzung und natürlich zum gemeinsamen Blick in die Zukunft. Was sind die wichtigen Themen für unsere Region? Woran sollten wir arbeiten? Wo haben wir besondere Potentiale, die wir noch besser nutzen können? Und wie schaffen wir es als Region widerstandsfähig für zukünftige Herausforderungen und Krisen zu werden?

Nach kurzen Begrüßungsworten durch den Hausherrn Bernd Kuse, Bürgermeister von Straelen und Dr. Dominik Pichler, Vorsitzender der LEADER-Region und Bürgermeister der Wallfahrtsstadt Kevelaer gab es einen kurzen Rückblick auf die laufende Förderphase mit ihren über 20 Projekten. Einzelne wurden genauer in den Fokus genommen. Anschließend stellte Alexander Jaegers vom Projektbüro projaegt gmbh die wichtigsten Rahmenbedingungen für die Neubewerbung kurz vor und fasst die Ergebnisse der Evaluation zusammen. Fazit: Die Richtung stimmt, einzelne Themen sollten neu in den Fokus rücken, andere z.B. der Bereich Agrobusiness an Bedeutung gewinnen. Landwirtschaft und Gartenbau sind wirkliche Alleinstellungsmerkmale der Region und hier gibt es für zahlreiche andere Themenfelder wichtige Anknüpfungspunkte.
Neben solchen Alleinstellungsmerkmalen sind alle zukünftigen LEADER-Regionen angehalten bestimmte Querschnittsthemen in der eigenen Strategie als roten Faden stets mitzudenken, dazu gehören natürlich die Digitalisierung, Demografischer Wandel, Nachhaltigkeit, Jugendbeteiligung, die Stärkung des Ehrenamts und der Klimaschutz. Doch ein Thema ist in jüngster Zeit neu auf diese Liste gerückt: Die Resilienz.

Den meisten Anwesenden war der Begriff Resillienz in Bezug auf die Regionalentwicklung noch fremd. Das änderte Michael Führs (projaegt), er übersetzte den Begriff mit Krisenfestigkeit und Widerstandskraft der Region. Mit Schlagzeilen aus der Tagespresse brachte er auf den Punkt wo genau das Thema in der Region ansetzt und folglich für die Entwicklung neuer Projekte eine Rolle spielen sollte. Zu nennen sind hier selbstverständlich die Präventation von Dürre/Starkregenfolgen, die Stärkung der dörflichen Gemeinschaft als Unterstützungsstruktur, die Digitalisierung als Chance (Verbesserung von Abläufen, bessere Vorhersagen, Möglichkeiten der Vernetzung und des Austauschs) sowie der achtsame Umgang mit Ressourcen in jeder Hinsicht.

Thementisch „Regionale Wirtschaft“

„Von nun an bitte alles mit der Resilienz-Brille betrachten,“ lud Alexander Jaegers die Anwesenden anschließend zur gemeinsamen Arbeitsphase. Die wichtigen Themen lagen dafür buchstäblich auf dem Tisch, besser den Tischen. Denn auf vier Thementischen waren bereits erste Notizen vorbereitet, die sich aus den Befragungen und der Arbeit mit dem Projektauswahlgremium im Vorfeld ergeben hatten. Darauf aufbauend wurde an jedem der Tische intensiv gemeinsam gearbeitet. „Lebendige Dörfer“, „Kultur, Tourismus, Freizeit“, „Regionale Wirtschaft“ und „Umwelt, Klima und Nachhaltigkeit“ waren die Überschriften.

Dank der Vielfalt der Teilnehmenden und den Blick über den Tellerrand des eigenen Wirkungskreises war der gemeinsame Blick auf die wichtigen Zukunftsthemen sehr ergiebig. Es tauschten sich Bürgermeister, kommunale Mitarbeiter:innen verschiedener Fachbereiche, Ortsvorsteher:innen, Verteter:innen von Vereinen, Verbänden und IHK, sowie Engagierte aus ganz unterschiedlichen Bereichen des Lebens und aus allen vier Kommunen der Lei.La-Region angeregt aus. Die Ergebnisse werden aktuell ausgewertet und erste Projektideen für die nächste Förderphase abgeleitet. Für die Regionale Entwicklungsstrategie werden dann in Kürze bereits erste Leitprojekte in den Blick genommen.

Aufgrund der Pandemiesituation kann die für Anfang Dezember geplante gemeinsame Projektschmiede nicht wie geplant in Präsenz stattfinden. Alternative Austausch- und Beteiligungsformate sind aktuell in Vorbereitung und werden in Kürze bekannt gegeben. Auch eine Online-Befragung für Jugendliche und junge Erwachsene wird es geben.

Das Regionalmanagement und die Mitarbeitenden der projaegt gmbh bedanken sich für die aktive Mitwirkung in der Zukunftwerkstatt und freuen sich auf den weiteren gemeinsamen Prozess. Anfang März 2022 wird dann die Bewerbung in Form der überarbeiteten Regionalen Entwicklungsstrategie auf den Weg gebracht.

Mehr erfahren

Neue Bewerbung

Lei.La“ macht in der Region Vieles möglich – das soll auch in Zukunft so sein

Die Lei.La-Region – also der Zusammenschluss der Kommunen Kevelaer, Geldern, Straelen und Nettetal – bewirbt sich erneut als LEADER-Region. Jetzt sind die Bürger:innen gefragt, denn gemeinsam mit den Menschen in der Region wird die „Regionale Entwicklungsstrategie“ überarbeitet, die dann Grundlage für die Bewerbung und Basis für Entscheidungen zur Projektförderungen in der kommenden Förderperiode ist.

Anfang November findet die Lei.La-Zukunftswerkstatt statt, sie bildet einen ersten Baustein im Prozess der Bürgerbeteiligung und gemeinsamen Ideenentwicklung an deren Ende im März nächsten Jahres die neue „Regionale Entwicklungsstrategie“ steht. Eine Onlinebefragung und Themenworkshops werden folgen.

Moderiert wird die Veranstaltung und der Prozess von Alexander Jaegers und Linn Westermann von der projaegt gmbh. Das erfahrene Planungsbüro projaegt gmbh gestaltet den Prozess der Neubewerbung gemeinsam mit dem Lei.La-Regionalmanagement und den Mitgliedern des Projektauswahlgremiums (PAG).

9. November 2021
Lei.La-Zukunftswerkstatt in der bofrost*Halle, Straelen
mehr Infos gibt es hier…

Weitere Informationen zur Neubewerbung als LEADER-Region folgen.

Mehr erfahren

Zukunftstag für Unternehmerinnen

Zukunft neu denken – Zukunft gestalten

Das unternehmerinnen forum niederrhein lädt am Donnerstag, 23. September 2021 Unternehmerinnen und Frauen in Führung der Region Niederrhein zum Zukunftskongress ins Konzert- und Bühnenhaus der Stadt Kevelaer.

Foto anlässlicher der Pressekonferenz in Kevelaer am 23.08.3021

Auf inspierenden Austausch freuen sich mit den Organisatorinnen Gabriele Coché-Schüer und Barbara Baratie (beide unternehmerinnen forum niederrhein/Mitte) auch Ute Neu (Geschäftsführerin LEADER-Region Leistende Landschaft e.V./links), Janine Segref (Wirtschaftsförderung Geldern/3.v.r.) Hans-Josef Bruns (Wirtschaftsförderung Wallfahrtsstadt Kevelaer/2.v.r.) und Uwe Bons (Wirtschaftsförderung Straelen/r.).


„Wie kann die Zukunft meines Unternehmens und meiner Region gestaltet werden?“ Dieser Frage gehen Unternehmerinnen, Freiberuflerinnen und Frauen in Führungspositionen beim Zukunftskongress des unternehmerinnen forum niederrhein gemeinsam auf den Grund. Heute gilt es mehr denn je, die Trends der Zukunft zu erkennen, zu verstehen und daraus tragfähige Perspektiven zu gestalten.
Trendpioniere zeigen auf, welche Chancen sich gerade jetzt für neue Geschäftsmodelle zeigen und wie die Einbindung neuer Werte die New Economy bestimmen und die Wertschöpfung verändern. Gemeinsam werden Energien, Impulse und Visionen für Zukunftszenarien entwickelt.

Eine Anmeldung ist ab sofort möglich – die Zahl der Plätze ist begrenzt – es gilt 3G.

Das vollständige Programm und die Möglichkeit zu Anmeldung gibt es auf www.unternehmerinnenforum-niederrhein.de/zukunftskongress-2021/.

Der Zukunftskongress wird gefördert aus dem Regionalbudget 2021 der LEADER-Region Leistende Landschaft e.V. mit Mitteln der Bundesrepublik Deutschland und des Landes Nordrhein-Westfalen aus dem Rahmenplan der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK)

Mehr erfahren

Artenreiche Wiesen und Säume – Mahd für mehr Artenvielfalt

Flächen ökologisch aufwerten und die regionale Artenvielfalt erhalten, das ist ein zentrales Ziel des LEADER-Projektes „Artenreiche Wiesen und Säume“ der LEADER-Region Leistende Landschaft e.V. (Lei.La). Auf insgesamt rund 6000 qm wurden im Herbst 2019 (Nettetal) und im Herbst 2020 (Straelen, Geldern, Kevelaer) kommunale Flächen mit der speziell zusammengestellten „Lei.La“-Samenmischung eingesät. Die Regio-Mischung aus ein- und mehrjährigen blühenden Wildkräutern wurde mit dem Fokus auf regionale Arten zusammengestellt. Die auf Dauer angelegten Flächen können bei entsprechender Pflege perspektivisch zu einer botanischen Reserve für wertvolle regionale Wildkräuter werden. Die Betreuung der Projekt-Flächen erfolgt durch das LEADER-Regionalmanagement in enger Abstimmung und in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Kommunen. Wissenschaftlich wird das Projekt von der Biologischen Station Krickenbecker Seen begleitet.

Es nicht unbedingt wichtig das eine Wiese möglichst bunt blüht, es ist auch wichtig was auf einer Wiese blüht. Spezialisierte Insekten sind auf bestimmte regionaltypische Arten angewiesen. Die Lei.La-Mischung kann bei der Bewertung von Saatgutmischungen eine Orientierung bieten.

Anne van Rennings, Regionalmanagerin

Jetzt wurden die Lei.La-Flächen gemäht, das Mahdgut wird abgetragen. „Die Mahd zu einem Zeitpunkt, zu dem zahlreiche Pflanzen in der Blüte stehen, scheint für Passanten und Anlieger vielleicht verwunderlich bis verstörend,“ befürchtet Regionalmanagerin Anne van Rennings, doch Sie versichert: „Die fachgerechte Mahd jetzt, nach dem 15. Juni, ist von großer Bedeutung für den Artenreichtum unserer Wiesen und Säume, gerade mehrjährige Wildkräuter können sich auf diese Weise überhaupt erst entwickeln und etablieren.“

Die Fläche in Kevelaer am Ploodyck ist ein breiter Ackerrandstreifen.

Diese Art der Pflege fällt auf und aus dem Rahmen, denn aktuell ist es vielfach noch Routine, dass Ackerrandstreifen, Banketten und andere kommunale Grünflächen gemulcht werden. Dabei wird der Bewuchs ab- und kleingeschlagen und verbleibt auf der Fläche. Für Artenreichtum und Insekten ist diese verbreitete Art der Pflege ein großes Problem, denn viele Pflegeschnitte sowie der Verbleib des Mahdgutes auf den Flächen begünstigen konkurrenzstarke Pflanzen wie Disteln, Brennnessel und bestimmte Gräser. Resultat ist eine Reduzierung der Artenvielfalt. Ziel des Projektes ist daher in der Fläche eine Mahdroutine zu etablieren, die der besonderen Pflanzengesellschaft einer Wiese zuträglich ist und gleichzeitig auch Insekten und andere Tiere schützt. „Wir haben sehr gute Erfahrungen mit unseren zweischürigen Wiesen auf zahlreichen unserer kommunalen Flächen,“ berichtet zum Beispiel Heike Meinert vom Betriebsbereich Stadtgrün in Nettetal. „Sobald Flächen nicht betreten werden müssen, starten wir gezielt eine solche Extensivierung, das gilt unter anderem für Bereiche auf Spielplätzen, für Baulücken und Randstreifen.“ BesucherInnen werden den Effekt bei einem Spaziergang durch Nettetal und den Landschaftspark sicher bestätigen können. Die Kommune Nettetal erhielt dafür im Jahr 2020 vom Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ das Label „StadtGrün naturnah“ in silber. Die große Herausforderung für die kommunalen Betriebshöfe und Grünflächenämter besteht darin erfolgreiche Wege für eine ökologische Aufwertung von Flächen zu finden, die Verkehrssicherheitsaspekte, Kosten und Betriebsabläufe sowie die verschiedenen Nutzungsarten in der Nachbarschaft von Flächen mitberücksichtigen. In allen Lei.La-Kommunen wird an diesem Thema gearbeitet. „Für einen dauerhaften Erfolg solcher Maßnahmen ist auch der Austausch und die Abstimmung mit den Anliegern von besonderer Bedeutung,“ beschreibt die Regionalmanagerin eine wichtige Erfahrung aus den Kommunen, denn eine Änderung in der Pflege und deren Ziele müssen natürlich erklärt werden.

Die Arbeit lohnt sich: Die Wiese ist ein faszinierendes Ökosystem, welches in der Landschaft kaum noch zu finden ist. Die Gründe dafür sind vielfältig und reichen von fortschreitenden Flächenversiegelungen jeder Art über die Veränderungen in der Grünlandnutzung und veränderte technische Möglichkeiten in der Pflege. „Um die großartige Vielfalt an Insekten, Vögeln und Pflanzen vor unserer Haustür erhalten zu helfen, gilt es alle verbleibenden Flächen ökologisch sinnvoll zu pflegen und gezielt aufzuwerten. Das Projekt Artenreiche Wiesen und Säume soll hierfür Erfahrungen liefern,“ erklärt Projektleiterin Anne van Rennings. Ökologische Aufwertung durch Einsaat bestimmter Arten, die Reduktion der Pflegemaßnahmen auf ein- bis zweimal jährliches Mähen statt mulchen und der Abtrag des Mahdguts sind wichtige Instrumente zur Förderung der Artenvielfalt. Daneben ist auch die Aktivierung der gezielten Suche nach möglichen Flächen ein Thema des Projektes. Die Regionalmanagerin freut sich, dass in den vier LEADER-Kommunen Kevelaer, Geldern, Straelen und Nettetal auch über die Projektflächen hinaus inzwischen sehr viel für Biodiversität getan wird und auch immer mehr Bürger*innen die Zeichen der Zeit erkennen. Ein fachlicher Austausch dazu mit externen Experten und auch der weitere Wissenstransfer untereinander ist im Rahmen des LEADER-Projektes geplant. Denn alle Beteiligten sind sich einig: Es gibt noch viel Potential und damit große Chancen für den Arten- und auch den Klimaschutz.

Mehr erfahren