Tag: 20. Mai 2019

Dritte Projektwerkstatt sorgt für regen Austausch von Projektideen

Bei der dritten Projektwerkstatt, welche am 13. Mai 2019 statt fand, hatten die Teilnehmer die Gelegenheit ihre neuen Projektideen vorzustellen, zu diskutieren und so Verbesserungsvorschläge von außen zu bekommen. Die Projektwerkstatt stand unter dem Leitthema „Orte der Begegnung – Verbindung von sozialen, kulturellen, kirchlichen Zwecken“. Hierbei ging es um neue Konzepte für eine veränderte oder ergänzende Nutzung von zentralen Orten und Begegnungsräumen.

Im Rahmen eines Input-Vortrages stellte Maria Sander zusammen mit Maria Derksen von der Kirchengemeinde Kehrum ihr revolutionäres Raumkonzept vor, mit dem sie bereits den Preis der Wüstenrot-Stiftung im „Land und Leute“-Wettbewerb gewonnen haben. Hier wurde ein Teil der katholischen Kirche Kehrum mit Hilfe einer Glaswand abgetrennt, so dass sich ein neuer Raum innerhalb der Kirche ergab. Dieser Raum wird als Pfarrheim genutzt. Die Idee, das Pfarrheim in die Kirche zu integrieren, stammt aus den USA. Die Teilnehmer waren von der Idee begeistert, da dies der Kirchengemeinde eine neue Möglichkeit bietet, mehr Menschen für die Kirche und so für die Gottesdienste zu gewinnen.

Willi Kelders und Paul Lambert vom Heimatverein Lüllingen präsentierten ihre Idee, die „Alte Schule“ in Lüllingen, welche zur Zeit von der Feuerwehr genutzt wird, zu einem Informations- und Begegnungszentrum umzubauen. Das Informations- und Begegnungszentrum soll die mehr als 200-jährige Geschichte der „Alten Schule“ (Einzugsbereich v.a. Kevelaer, Twisteden, Walbeck) und die besondere Prägung Lüllingens als erste Mustersiedlung des Gartenbaus (seit 1929) zeigen. Die „Alte Schule“ soll jedoch nicht nur als reines Museum fungieren, sondern auch ansässigen Gartenbaubetrieben als Seminarraum dienen. Dorfbewohner und Vereine sollen die umgebauten Räumlichkeiten als Begegnungsort nutzen. Die Teilnehmenden lobten die Idee, merkten aber auch an, dass die Ausstellung über die Entwicklung des Gartenbaus auf innovative und ansprechende Weise erfolgen sollte, um möglichst viele Schulklassen und Touristen anzuziehen.

Für das Projekt „Gemeinsam mehr Raum“ stellten Torsten Zerres vom Deutschen Roten Kreuz Nettetal, Dietmar Hollmann und Sandra Hollmann von den Pfadfindern Nettetal ein Raumkonzept für die gemeinsame Nutzung eines DRK-Hauses in Nettetal vor. Da das DRK Nettetal unter akutem Raummangel leidet, soll ein Gebäude so konzipiert werden, dass mehrere Organisationen gleichzeitig in den Räumlichkeiten z.B. Versammlungen, Bürotätigkeiten, Workshops oder Schulungen durchführen können. Geplant ist, dass das Gebäude vom Deutschen Roten Kreuz, den Pfadfindern, dem Jugendamt der Stadt Nettetal und dem Stadtsportverband Neuland genutzt werden soll. Durch die gemeinsame Nutzung der Räumlichkeiten soll ein regionales Netzwerk entstehen und Synergien genutzt werden.

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